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Lesedauer 3 Min.

Gegen Hass im Netz: Thomas Müller, Leroy Sané und Leon Goretzka lesen Beleidigungen vor

In der Anonymität des Internets lassen manche Fußballfans ihrem Hass gegen die Spieler freien Lauf. In einer Kampagne machen Fußballstars wie Thomas Müller und Leroy Sané einige der übelsten Kommentare nun öffentlich.
© W&V

Die Fußballstars Thomas Müller, Leroy Sané und Leon Goretzka haben in einer ungewöhnlichen Aktion auf das Problem von Hass-Kommentaren im Internet aufmerksam gemacht. In einem am Dienstag auf diversen Social Media-Kanälen veröffentlichen Video lesen die Profis des FC Bayern München echte Beleidigungen und Beschimpfungen von Internet-Usern vor.

"Halt besser dein unqualifiziertes Maul". "Früher war es Mia San Mia, heute nur noch Ausländer". "Ich spucke auf euch, ihr Missgeburten". "Möge euer Teambus brennen, ihr Versager". Die Sätze, die die drei Nationalspieler in dem Video vorlesen, sind teils schockierend. Manche Wörter mussten gar mit einem Piepton übertönt werden.

In der zusammen mit Hauptsponsor Deutsche Telekom ins Leben gerufenen Kampagne "Gemeinsam gegen Hass im Netz" will der FC Bayern aufklären und Betroffene unterstützen. "Ich habe in meiner Profi-Zeit in der Bundesliga erlebt, was verbale Entgleisungen und Aggressionen anrichten können. Im Netz bleiben diese Hass Kommentare der Öffentlichkeit oft verborgen", sagte Bayerns Vorstandschef Oliver Kahn: "Wir brauchen hier mehr Transparenz."

Telekom-Markenchef Uli Klenke betonte, dass Hass-Kommentare, Stitstorms und Mobbing "das Miteinander im realen Leben und im digitalen Raum" vergifte. Seine Hoffnung lautet: "Alle sollen sich ohne Ängste im Internet bewegen können."

Das Video mit Müller, Sané und Goretzka soll neben den Social-Media-Kanälen auch punktuell im TV in Sportumfeldern gezeigt werden. Für das Konzept ist Mataracan, München verantwortlich, realisiert wurde die Kampagne von Chunk Filmproduktion aus Berlin. Die Mediaplanung übernehmen Mindshare sowie emetriq. (dpa)

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