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Lesedauer 4 Min.

Gegen Hasskriminalität: Telekom setzt ein starkes Zeichen

Ein paar Bullies, der Rest sieht schweigend zu. Was früher auf dem Schulhof galt, ist auch heute im Netz noch so. Wieviel Power jedoch die schweigende Mehrheit hat, zeigt die Telekom in ihrer neuesten Initiative.
© W&V

Vor rund 35 Jahren ermutigte der Song "You're the Voice" von John Farnham Menschen dazu, Unrecht nicht tatenlos hinzunehmen. Zum Internationalen Aktionstag für die Betroffenen von Hasskriminalität nimmt die Telekom die Zeilen auf und verarbeitet sie der neuen Kampagne "Gemeinsam gegen Hass im Netz", um ein Zeichen für digitale Zivilcourage zu setzen. 

Die Kampagne stammt von Saatchi & Saatchi mit Dennis May, Stephan Schaefer und Tomas Tulinius in der Kreation. Mindshare und Emetriq übernehmen die Mediaausspielung. Produziert wurde der emotionale und kraftvolle Clip von Tempomedia Berlin unter der Regie von Henry-Alex Rubin.

Die große, aber leider stillschweigende Mehrheit ermutigen, selber laut zu werden

Im Mittelpunkt steht ein emotionaler Spot, der ein problematisches Netzphänomen aufgreift: Eine lautstarke Minderheit verbreitet Hass im Netz und spaltet so die Gesellschaft. Laut der Telekom und einer Erhebung des Institute for Strategic Dialogue (ISD) und der Initiative #ichbinhier, sind nur etwa fünf Prozent der Accounts für 50 Prozent der Likes bei Hass in den Kommentarspalten verantwortlich. Die dazugehörige Kampagne will die große schweigende Mehrheit der Menschen ermutigen, aktiv gegen Hatespeech und Beleidigungen im Netz vorzugehen und den online Diskurs positiv zu gestalten. Der Spot startet heute im TV, auf Youtube und Social Media. Zusätzlich wird die Kampagne in Radio- und Podcast-Umfeldern sowie ab kommender Woche in Kinos ausgespielt. Zu den Partnern der Aktion gehören die Amadeu Antonio Stiftung, Correctiv, #ichbinhier und Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V.

"Wir alle hassen dich" zur Melodie des Klassikers

Der einminütige Film startet auf einer unbekannten Straße. Zu sehen ist eine Gruppe von fünf Personen, die zu singen beginnt. Doch statt der originalen Lyrics sind Hasskommentare zu hören. Ein Schockmoment. Sofort kommen mehr und mehr Menschen dazu und bilden einen immer größeren Chor. Sie stimmen in den Song mit ein, singen allerdings den echten Text von "You're the Voice". Allmählich übertönen insgesamt 95 Menschen die Hasszeilen von fünf Einzelnen, bis der Refrain als Höhepunkt erklingt: "You're the voice, try and understand it. Make a noise and make it clear." Eine klare Aufforderung, nicht still zu sein, sondern laut gegen Hatespeech zu werden. Mit Zeilen wie "We're not gonna sit in silence. We're not gonna live with fear" rüttelt die Telekom auf und macht Mut, gemeinsam gegen Hass einzustehen. Gemeinsam setzen sie ein bewegendes Zeichen: Wenn Liebe laut ist, hat Hass keine Chance.

Fünf Prozent mischen das Netz auf, der Rest schweigt

"Wir lenken den Blick auf diesen Fakt: Fünf Prozent versus 95 Prozent. Es darf nicht sein, dass 95 Prozent friedliche Menschen im Netz den wenigen, die Hass verbreiten, eine so große Bühne bieten, indem sie schweigen. Als Deutsche Telekom setzen wir uns dafür ein, Menschen miteinander zu verbinden. Wir wollen Hass keine Chance geben", sagt Christian Hahn, Leiter Strategie Marketing Kommunikation und Media der Deutschen Telekom. "Wir wollen die stillen Mitleser:innen im Netz dazu ermutigen, Haltung zu zeigen. Gemeinsam können wir alle dazu beitragen, dass sich jede:r sicher und souverän im Netz bewegen kann."

"Wir wollen Menschen dazu ermutigen, die Stimme zu erheben, sich und ihre Perspektive einzubringen. Wenn Grenzen überschritten werden, ist es wichtig, dass wir den Betroffenen unsere Solidarität zeigen. Unrecht nicht tatenlos hinzunehmen, trifft für uns den Kern digitaler Zivilcourage", sagt Marike Mehlmann-Tripp, Cluster Lead Social Engagement, Group Corporate Responsibility.

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