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Lesedauer 7 Min.

WuV Community Icon Der Handel verliert den Kampf um den Konsum-Euro

Die Deutschen haben wieder mehr Geld zur Verfügung – bloß landet davon immer weniger im Handel. Für Marken bedeutet das: ihre Konkurrenz kommt nicht nur aus der eigenen Kategorie. Geld fließt in Reisen, Restaurants, Fitness und Wellness. Nielsen-Mann Philipp Willroth weiß, wo die Nachfrage trotz allem stabil bleibt und weshalb auch Rabatte keine Lösung sind. 

„Konsumenten verschieben ihr Geld nicht einfach vom Handel zu Dienstleistungen. Sie verschieben es zunehmend von Produkten zu Bedürfnissen." Deswegen sind Reisen und andere Erlebnisse nach wie vor gefragt. 

© Andrew Angelov/Shutterstock

Der gefährlichste Konkurrent einer Modemarke hängt womöglich nicht auf der Kleiderstange nebenan. Es könnte der Wochenendtrip sein. Der Wettbewerber des neuen Sofas vielleicht der Restaurantbesuch. Und um den Euro, der bislang im Supermarkt landete, konkurrieren inzwischen auch Fitnessstudio, Streamingdienst oder Wellnesshotel.

Vielleicht kommt das manchem seltsam vor, es spiegelt aber die aktuelle Analyse von NIQ Geomarketing wieder.  Die Deutschen geben weiterhin Geld aus. Sie geben es nur anders aus.

Philipp Willroth von NIQ Geomarketing spricht deshalb von einer Verschiebung „von Produkten zu Bedürfnissen“. Im Interview erklärt er, wohin das Geld stattdessen fließt, warum klassische Produktlogiken für Marken an Grenzen stoßen – und weshalb der Handel künftig stärker um Relevanz als um den niedrigsten Preis kämpfen muss.

 

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