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Lesedauer 3 Min.

WuV Community Icon Wieso Oslo mit einer Negativwerbung viral geht

Sonnenverwöhnte Sandstrände, Exklusivität, weltberühmte Bauten und Millionen Touristen: All das hat die norwegische Hauptstadt Oslo nicht zu bieten. Was sie aber bieten kann, ist einen Werbespot, der brillant mit diesen "Unzulänglichkeiten" kokettiert.
Oslo: Eine Negativwerbung geht viral.
Oslo: Eine Negativwerbung geht viral.
© Visit Oslo

Wer kennt sie nicht, die Werbespots für berühmte Reisedestinationen, die vor sensationellen Bildern und Superlativen nur so strotzen. Einen gegensätzlichen Weg geht indes der Tourismusverband "Visit Oslo" mit dem Spot "Is it even a city", der im Netz eingeschlagen ist wie eine Bombe. Das Video ist das exakte Gegenteil eines typischen Tourismusspots, denn statt positiver Aspekte der Destination stehen – vermeintlich – jede Menge negative im Fokus. Der Erzähler im knapp zweiminütigen Video heißt Halfdan, ist 31 Jahre und lebt in Oslo. Und er ist alles andere als begeistert von seiner Heimatstadt. Ein Grund: Man muss nirgends Schlange stehen, dann wird es sich vermutlich auch nicht lohnen. Man bekommt jederzeit in Restaurants einen Tisch – wie gut kann dann wohl das Essen sein? Baden in der Stadt? Wozu soll das wohl gut sein? Keine Menschenmassen? Dann muss man da scheinbar auch nicht hin. Und selbst im Museum hänge leider "nicht wirklich eine Mona Lisa" sagt Halfdan, ausgerechnet vor dem kaum weniger berühmten Gemälde "Der Schrei" von Edvard Munch stehend.        

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