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Lesedauer 2 Min.

Bild-Chefredaktion formiert sich

Der Wechsel des Focus-Chefredakteurs Robert Schneider wirbelte zunächst Staub auf, nun verkündet der Axel-Springer-Konzern, wie es bei Bild weitergeht. Verlagschef Mathias Döpfner baut weiter fleißig um.
© W&V

Der Umbau bei Axel Springer geht weiter, dementsprechend auch bei Deutschlands größter Boulevardzeitung, der "Bild". In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass Focus-Chefredakteur Robert Schneider zu Bild wechseln wird, was die Frage aufwarf, ob die beiden bisherigen Chefredakteur:innen Alexandra Würzbach und Claus Strunz ihre Posten verlieren könnten und das Haus verlassen müssten.

Nun reagiert der Medienkonzern und teilt die Zusammensetzung der künftigen Chefredaktion mit: Demnach verbleiben Würzbach, Chefredakteurin der "Bild am Sonntag" und Strunz, Chefredakteur TV und Video, neben dem Neuzugang an der Spitze. 

Alle drei berichten demnach künftig an Bild-Chefredakteur und Vorsitzenden der Bild-Chefredaktionen, Johannes Boie. Ein Sprecher des Medienkonzerns Axel Springer bestätigte am Mittwoch auf dpa-Nachfrage die Informationen.

Die Umstrukturierung bei Axel Springer, die seit einiger Zeit in Gange ist, schmeckt nicht jedem. Unter anderem sieht Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer, vor, die Marken Bild und Welt zukünftig eigenständig werden zu lassen. Nicht nur im Vorstand und in den Chefredaktionen zogen diese Pläne personelle Konsequenzen nach sich, auch in der Vermarktung gab es Änderungen. Kurz nach dem Abgang von Ulrike Handel verkündete auch Carsten Schwecke seinen Austritt - im "friendly disagreement". Auch einzelne Geschäftsbereiche, wie etwa das noch junge Angebot Bild TV, stehen derzeit auf wackeligen Füßen.

rom/ mit dpa

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