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Lesedauer 8 Min.

WuV Community Icon Digital Fairness Act: Was auf Marken, Publisher und Creator zukommt

Mit dem Digital Fairness Act will die EU gegen manipulative Nutzerführung, problematische Personalisierung und irreführendes Influencer Marketing vorgehen. Der Entwurf soll im Herbst 2026 kommen. Schon jetzt zeichnet sich für Publisher, Marken, Agenturen und Creator ab: Verantwortung lässt sich künftig schwerer auslagern.
Influencer Kontrolle

Vertrauen wird auch beim Infuencer Marketing wichtiger denn je. Genaue Checks können dazu beitragen.

© ChatGPT/W&V

Zwei Ereignisse in der Welt des Influencer-Marketing sorgen derzeit für Diskussionen. 

Fall Nummer 1: Die Influencerin Hanadi Diab muss aufgrund unzureichender Werbekennzeichnung einiger Instagram-Stories das bislang höchste von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) verhängte Bußgeld gegen einen Influencer bezahlen: 36.000 Euro, dazu Gebühren und Auslagen. Diab widerspricht der Darstellung zwar und erklärt, ihre Kooperationen gekennzeichnet zu haben – die Insolvenz konnte sie dennoch nicht abwenden.

Fall Nummer 2: Fast zeitgleich sorgte Medfluencerin Alina Walbrun für einen handfesten Skandal in der Creator Economy. Der YouTuber Marvin Wildhage hatte für ein Experiment eine Pharmafirma, eine Erkrankung und eine Awareness-Kampagne erfunden, für die mehrere Creator angefragt wurden. 

Das Ziel: Deren Sorgfalt im Umgang mit Werbeaufträgen sollte unter die Lupe genommen werden. Walbrun prüfte offenbar nicht ausreichend – und veröffentlichte dazu einen Beitrag. Die Folge: Ein gewaltiger Shitstorm, der für ihren vorläufigen Rückzug von Social Media sorgte. 

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