Conversion wird zur Compliance-Frage
Digital Fairness Act: Was auf Marken, Publisher und Creator zukommt
Zwei Ereignisse in der Welt des Influencer-Marketing sorgen derzeit für Diskussionen.
Fall Nummer 1: Die Influencerin Hanadi Diab muss aufgrund unzureichender Werbekennzeichnung einiger Instagram-Stories das bislang höchste von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) verhängte Bußgeld gegen einen Influencer bezahlen: 36.000 Euro, dazu Gebühren und Auslagen. Diab widerspricht der Darstellung zwar und erklärt, ihre Kooperationen gekennzeichnet zu haben – die Insolvenz konnte sie dennoch nicht abwenden.
Fall Nummer 2: Fast zeitgleich sorgte Medfluencerin Alina Walbrun für einen handfesten Skandal in der Creator Economy. Der YouTuber Marvin Wildhage hatte für ein Experiment eine Pharmafirma, eine Erkrankung und eine Awareness-Kampagne erfunden, für die mehrere Creator angefragt wurden.
Das Ziel: Deren Sorgfalt im Umgang mit Werbeaufträgen sollte unter die Lupe genommen werden. Walbrun prüfte offenbar nicht ausreichend – und veröffentlichte dazu einen Beitrag. Die Folge: Ein gewaltiger Shitstorm, der für ihren vorläufigen Rückzug von Social Media sorgte.