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Musk-Twitter: So teuer wird der blaue Haken

Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit dem Haken an Elon Musk und mit Apples iPad-Verwirrung.
© W&V

Musk-Twitter: So teuer wird der blaue Haken

Was war noch mal der Haken an Elon Musks Twitter-Übernahme? Ein weiteres Beispiel zeigt jetzt, wie überstürzt und sprunghaft der neue "Chief Twit" seine Entscheidungen trifft, und wie wenig durchdacht sie oft sind. Der blaue Twitter-Haken ("Verification Badge"), der bisher dazu da war, die Echtheit von Personen, Organisationen, Firmen und Konten zu bestätigen, soll für die Plattform jetzt zum Umsatzbringer werden. Musk will den Haken schon in Kürze nur noch im Rahmen von Twitters "Blue"-Abo verkaufen, dessen Preis sich in den USA von 4,99 Dollar auf 19,99 Dollar im Monat vervierfachen soll. Das berichtet The Verge. Die Entwickler sollen mit der Umstellung bis 7. November fertig sein, ansonsten droht ihnen Musk mit Entlassung. Der neue "Twitter-Beschwerde-Hotline-Betreiber", wie sich der Milliardär in seiner Bio jetzt nennt, sieht das demnach als sein erstes großes Twitter-Projekt an.

25 Euro monatlich für den blauen Haken?

In Deutschland kostet "Twitter Blue" bisher 5,49 Euro im Monat. Es dürfte also auf einen Preis zwischen 20 und 25 Euro für das Abo hinauslaufen. Musk hat dazu getwittert: "Das gesamte Verifizierungs-Verfahren wird derzeit überarbeitet." Nutzer sollen nach dem Start 90 Tage Zeit bekommen, zu abonnieren – ansonsten verlieren sie ihren blauen Haken. Ob auch Promis von US-Präsident Joe Biden bis Bundeskanzler Olaf Scholz dann zahlen müssen, ob ihnen ansonsten der Verlust ihres Status als "verifiziert" droht, und ob sich jeder Nutzer den blauen Haken kaufen und damit Promi-Konten faken kann – all diese Fragen sind bisher nicht geklärt.

So büßt Twitter einen großen Teil seiner Relevanz ein

Das Netz ist zu erheblichen Teilen fassungslos. Frederik von Castell, Redaktionsleiter von Übermedien, bringt die Bedenken auf Twitter und in einem Kommentar so auf den Punkt: "Verifizierte Accounts sind wichtig – um NutzerInnen und Informationen VERIFIZIEREN zu können. Ein Netzwerk, das diese Funktion einschränkt, büßt einen großen Teil seiner Relevanz unter anderem für JournalistInnen ein."

Das sind die Themen von TechTäglich am 1. November 2022:

Die Cookiekalypse hält die Branche in Atem. Besser, man hat eine gute First-Party-Data-Strategie. Wie man die entwickelt, lernst du im W&V Executive Briefing.

Kennst du eigentlich schon unser KI-Update? Einmal pro Woche die wichtigsten Veränderungen zu KI im Marketing. Einordnung, Strategie, News, direkt in dein Postfach. 

Wie funktioniert eigentlich Tiktok? Einen schnellen und umfassenden Überblick gibt dir die aktuelle Ausgabe des W&V Executive Briefing zum Thema Tiktok.

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