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KI mit Bard! Der Google-Chatbot im ersten Check

Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit dem Debüt von Googles Chat-Barden und mit dem Smartphone-Gipfel USA vs. Südkorea.
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© W&V

KI mit Bard! Der Google-Chatbot im ersten Check

Sein oder Nichtsein für Google! Der US-Konzern hat jetzt seinen Chatbot "Bard" für erste Nutzer zum Testen freigegeben. Die Künstliche Intelligenz, die nach Englands Nationaldichter und Barden William Shakespeare benannt ist, soll Googles Führungsposition bei der Internetsuche vor allem gegen das aufmüpfige Microsoft verteidigen. Zunächst können nur Nutzer in den USA und Großbritannien Bard in englischer Sprache testen. Offiziell müssen sie dafür 18 Jahre alt sein und sich zunächst auf einer Warteliste eintragen. Google bleibt dabei deutlich vorsichtiger und defensiver als Microsoft. So wird Bard mehrfach an prominenten Stellen als "Experiment" bezeichnet. Google warnt ausdrücklich: "Bard kann ungenaue oder unangemessene Antworten liefern."

Künstliche Intelligenz als Hilfe für menschliche Intelligenz

Weil Google seiner eigenen KI noch längst nicht vertraut, gibt es im Chat-Fenster die Möglichkeit, Bards Antworten per klassischer Google-Suche zu überprüfen. Vorsichtshalber erhält der Nutzer zudem drei leicht unterschiedliche Antwortvarianten. Auffällig ist, dass Google die künstliche Intelligenz immer nur zur Unterstützung menschlicher Intelligenz vorschlägt. So soll Bard keinen eigenen Roman schreiben – sondern Autoren beim Schreiben unterstützen. Und es soll keine ganzen Blogeinträge verfassen, sondern dabei lediglich Hilfe leisten. Das ist sicherlich ein vernünftiger Ansatz. Weitere Details erklären die Entwickler in einem (hoffentlich selbst geschriebenen) Blogtext.

Schneller als ChatGPT

Zahlreiche US-Experten wie der Youtuber AIExplained haben Bard bereits auf den Prüfstand gestellt. Dabei fällt unter anderem auf, dass die Google-KI durch ihren schlanken Code deutlich schneller als das mit Microsoft verbündete ChatGPT arbeitet, und dass ihre Antworten auf dem aktuellsten Stand der Weltlage sind. Erstes Fazit von The Verge, in deren Test Bard viele sinnvolle Antworten lieferte, aber nicht so lebendig bis waghalsig wie Microsofts Bing mit ChatGPT wirkte: "Bard basiert auf Googles KI-Sprachmodell LaMDA, das viel leistungsfähiger ist, als aktuell die eingeschränkte Schnittstelle vermuten lässt. Das Problem für Google besteht jedoch darin, zu wissen, wie viel von diesem Potenzial der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll und in welcher Form. Nach unseren ersten Eindrücken muss Bard jedoch sein Repertoire erweitern, wenn seine Stimme gehört werden soll."

Das sind die Themen von TechTäglich am 22. März 2023:

Wie wende ich KI in der Praxis an? In diesem W&V-Onlineseminar lernst du, wie ChatGPT, Midjourney und andere AI-Anwendungen Werbung und Marketing revolutionieren. Am 28. März von 11 bis 13 Uhr kommen Expert:innen zusammen, um zu erklären, wie du KI für Storyboarding nutzen kannst, was sich in der Arbeitswelt ändert und wie Bots Marketing-Analytics übernehmen.

Mit Robert Andersen, Managing Director Jung von Matt Creators, Hamburg , Tech-Expertin Simone Fasse u.a.

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