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Lesedauer 9 Min.

WuV Community Icon Wie Händler dasselbe Produkt mehrfach zu Geld machen

Retouren und gebrauchte Produkte galten im Handel lange vor allem als Kostenfaktor. Inzwischen bauen Händler daraus neue Erlösmodelle, Kundenbindungsprogramme und zusätzliche Datenquellen. Tobias Göbbel von Accenture EMEA erklärt, wann sich Recommerce rechnet und warum der Restwert eines Produkts sogar zum Marken-KPI werden könnte.

Tobias Göbbel, Strategy Lead Consumer Goods Central Europe bei Accenture

© Accenture

Ein Händler verkauft ein Produkt, nimmt es später zurück, bereitet es auf und verkauft es erneut. Was lange wie ein aufwendiges Zusatzgeschäft wirkte, entwickelt sich in mehreren Branchen zu einem eigenen Erlösmodell. Aus Retouren und gebrauchten Waren, die häufig ausgelagert, abgeschrieben oder mit hohen Rabatten weitergegeben wurden, werden auf diesem Weg wirtschaftlich nutzbare Vermögenswerte.

Besonders weit ist diese Entwicklung bei Mode, Elektronik und Luxusartikeln. Doch Recommerce kann mehr leisten als zusätzlichen Umsatz: Rückkaufprogramme bringen Kunden zurück, gebrauchte Produkte erschließen preisbewusstere Zielgruppen und Wiederverkaufswerte machen sichtbar, wie langlebig eine Marke tatsächlich ist. Dem stehen erhebliche Kosten für Prüfung, Reinigung, Reparatur, Lagerung und Gewährleistung gegenüber.

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