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Achtung, Urlaubs-Falle: Betrug mit KI (1)

Eine freundliche junge Frau empfiehlt auf Facebook, Youtube, Instagram oder Tiktok supergünstige Urlaubsreisen. Das Problem ist nur: In echt gibt es weder die Unterkunft – noch die Beraterin, die dafür wirbt. Dahinter steckt KI.
© W&V

Achtung, Urlaubs-Falle: Betrug mit KI (1)

Wenn eine neue Internettechnik für Furore sorgt – dann wird sie bald für kriminelle Zwecke missbraucht. So ist das jetzt auch bei der Künstlichen Intelligenz (KI). Digitale Personen oder Avatare, die täuschend echt aussehen und sprechen, sollen Internetnutzer austricksen, um an ihr Geld oder an ihre Passwörter zu kommen. Die neue Masche beginnt gerade jetzt in der Urlaubssaison. Dabei werben Menschen, die es in Wahrheit gar nicht gibt, für Fake-Ferien, die es auch nicht gibt. W&V erklärt die Urlaubs-Falle – und verrät, wie sich Nutzer schützen können. Heute: Teil 1 der Tipps.

Die KI-Falle

Statt dubioser Anzeigen werben jetzt vermeintlich echte und sympathische Menschen auf Facebook, Youtube, Instagram oder Tiktok für spektakulär günstigen Urlaub. So soll eine Woche All Inclusive im ägyptischen Hurghada mit Flug, Hotel und Verpflegung in der Topsaison nur 429 Euro kosten. Das Angebot stammt von Firmen wie "Kofi Reisen" – die es in Wahrheit natürlich auch nicht gibt. Die freundliche junge Beraterin, die den Fake-Urlaub anpreist, heißt Emma und ist ein digitaler Avatar der britischen KI-Firma Synthesia. Emma lässt sich für nur rund 26 Euro im Monat als Sprecherin buchen.

Kaum Chancen, das Geld wiederzusehen

Wer bei "Kofi Reisen" und ähnlichen Betrügern bucht und bezahlt, sieht in aller Regel nichts mehr von seinem Geld – und auch nicht vom erhofften Urlaubsort. Die Verbraucherschützer der Wiener Organisation "Watchlist Internet" machen Opfern wenig Hoffnung: "Haben Sie Geld an Kofi Reisen überwiesen, ist dies oft leider unwiederbringlich verloren."

Der WhatsApp-Trick

Häufig geht es dabei um deutlich mehr Geld, als die Reise eigentlich kosten sollte. Denn die Kriminellen bieten zusätzlich Beratungen per WhatsApp an, bei denen sie den Opfern weitere Pakete rund um ihre Ferien aufschwatzen wollen. Generell ist auch auf WhatsApp Vorsicht geboten, wenn plötzlich ungefragt Urlaubsangebote aufploppen – mit und ohne KI.

Das sind die Themen von TechTäglich am 4. Juli 2023:

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