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Lesedauer 3 Min.

Auf dicke Hose machen: Erste Airbag-Jeans für Motorradfahrer

Allein 2021 starben bei Unfällen in Deutschland 473 Motorradfahrer. Sicherheit geht vor Optik. Das beweisen auch zwei internationale Unternehmen mit ihren neuesten Kreationen. Videos zeigen die Jeans "in Action".
© W&V

Autofahrer sind per Airbag geschützt, Motorradfahrer können nur beten, dass sie keinen Unfall bauen. Laut Statista gab es allein im Jahr 2021 bei Unfällen mit Motorrädern 473 Getötete in Deutschland. Zwei neu entwickelte Jeans werden jetzt als "Airbag-Hosen für Motorradfahrer" in den Markt eingeführt. Das französische Unternehmen CX Air Dynamics und die schwedische Firma Mo'Cycle sehen großes Verkaufspotenzial. 

Bisher kannte man Schutzairbags und auch Airbag-Jacken für Easy Rider. Die Hose selbst ist eine neue Idee. Sie sitzt während der Fahrt so eng an wie jede andere Jeans. Im Falle eines Sturzes oder Aufpralls plustert sich das Kleidungsstück auf, um Knie, Hüften und Oberschenkel zu schützen. Auf dicke Hose machen, um auf Nummer sicher zu gehen...

Die CX Easyriders, die per Crowdfunding-Kampagne durchfinanziert werden, sind flexible, stoßdämpfende Rüstungen für Knie und Hüfte bis hinunter zum Schienbein. Mit 599 Euro sind sie deutlich teurer als eine handelsübliche Jeans. 

Mo'Cycle verbaut im Jeans-Inneren ein Airbag-System, das bis zum Knie reicht. Beim Sturz bläst sich die Hose auf. Eine optische Katastrophe, aber sicher ist sicher. Der Preis: etwa 480 Euro. Einziges Problem: Der Airbag wird durch einen Haken an der Hose ausgelöst.

Wenn jemand einem Motorradfahrer, der zum Beispiel an einer Autobahnraststätte oder am Straßenrand herumsteht, einen Streich spielen will, sieht der Airbag-Jeans-Träger innerhalb von einer Sekunde ganz schön aufgeblasen aus – wie ein Michelin-Männchen...

Das sind die Themen in TechTäglich am 17.2.2023:

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