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Berliner Regionalzug "verschluckt" Handys

Weil Sitze nicht allzu clever konstruiert sind, verschwinden im neuen ostdeutschen Siemens-Regionalzug Smartphones in Sitzspalten. Eine Bergung ist nur alle sechs Wochen im Rahmen der Wartung möglich.
© W&V

Berliner Regionalzug "verschluckt" Handys

Zugfahren in Deutschland ist vieles – aber garantiert nicht langweilig. In Berlin und Brandenburg sind seit Dezember 2022 die Regionalzüge "Desiro HC" der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (ODEG) unterwegs. Nun hat sich herausgestellt, dass die Züge von Siemens Mobility die unangenehme Eigenschaft haben, dass sie Handys, Smartphones und andere kleine Gegenstände quasi "verschlucken". Das Malheur passiert, wenn beispielsweise ein Handy auf einem Klappsitz liegt und der Fahrgast aufsteht. Dann klappt der Sitz nach hinten und das Handy rutscht durch einen Spalt in einen Kasten unter dem Sitz, der weder für den Besitzer noch für das Zugpersonal zugänglich ist.

Erst die Wartung bringt das Handy zurück

Wie Golem berichtet, beschreibt ein Fahrgast den offensichtlichen Konstruktionsfehler so: "Ich saß auf einem Klappsitz an der Behinderten-Toilette. Ich hatte mein Handy neben mir auf den Sitz gelegt und beim Aufstehen nicht daran gedacht. Der Sitz klappte hoch und mein Handy rutschte durch den entstehenden Spalt nach unten." Wer sein Gerät auf diese originelle Weise verloren hat, muss auf die Wartung des Zuges warten, die aber nur etwa alle sechs Wochen stattfindet. Dann können die Mechaniker den ominösen Handy-Verschluck-Kasten öffnen.

Zehn Smartphones sind schon weg

Rund zehn Smartphones sind laut ODEG bisher in der Falle gelandet. Jens Wieseke, Sprecher des Berliner Fahrgastverbands IGEB, kann sich nur wundern und ist verärgert: "So etwas haben wir auch noch nicht erlebt. So dumm kann man gar nicht denken." Der "Desiro HC" sorgt auch darüber hinaus für Abwechslung – zum Beispiel dadurch, dass Knöpfe in der Behinderten-Toilette nicht im Sitzen zu erreichen sind.

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