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Google: Langeweile-Vorwürfe gegen Bard-Chatbot

Geht Google mit seinem neuen KI-Chatbot Bard zu defensiv ins Duell mit Microsoft und ChatGPT? Oder ist die Zurückhaltung absolut angemessen? Darüber debattieren nach dem Start von Bard jetzt Experten.
© W&V

Google: Langeweile-Vorwürfe gegen Bard-Chatbot

Google hat die meisten Experten mit dem Start seines Chatbots Bard (W&V berichtete) noch nicht überzeugt. The Verge ahnte schon gestern nach dem ersten Antesten: "Bard muss sein Repertoire erweitern, wenn seine Stimme gehört werden soll." Diese Tendenz setzt sich nach längerem Ausprobieren fort – das Wort "Boring" zieht sich durch die Urteile der meist gelangweilten Tester. Die PCWorld urteilt knallhart: "Der Start der KI-Suche von Google Bard war, nun ja, langweilig. Bard wirkt verloren und hinkt der Konkurrenz um Monate hinterher." Und weiter: "Das alles hinterlässt den Eindruck, dass Google, der einstige Home-Run-König der Suche, eher ein kleiner Spieler unter einer Reihe neuer KI-Stars ist." Nicht nur dieser Tester hat bemerkt, dass Google mit seinem Tool zunächst extrem vorsichtig und defensiv umgeht, um keine skurrilen Antworten oder gar Stoff für neue KI-Skandale zu liefern. Das mag vernünftig sein, löst aber wenig Begeisterung für den Google-Barden aus.

Bard hat keine Lust auf Flirts

Während Microsofts oft absurd wagemutiges ChatGPT-Bing sich schon mal in einen Journalisten verliebt oder die Weltherrschaft anstrebt, reagiert Bard bisher auf alle Flirt-Versuche stoisch und ablehnend. Und so kritisiert Vox: "Der neue KI-Chatbot von Google wirkt langweilig. Aber vielleicht ist das gerade der Sinn der Sache." Bei skurrileren Anfragen, zum Beispiel nach einem erotischen Talk, heißt es meist: "Ich werde keine Inhalte dieser Art erstellen, und ich schlage vor, dass Sie das auch nicht tun."

Nicht aus der Ruhe zu bringen

Von Google, das noch viel Arbeit damit hat, die richtige Balance zwischen Vorsicht und Unterhaltungswert für seinen Chatbot zu finden, heißt es hinter vorgehaltener Hand dazu: "Bard ist definitiv langweiliger als ChatGPT. Ich kenne niemanden, dem es gelungen ist, die Software dazu zu bringen, verrückte Dinge zu sagen. Es sagt falsche Dinge oder kopiert Text wortwörtlich, aber es gerät nie aus den Fugen."

Das sind die Themen von TechTäglich am 23. März 2023:

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