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Jetzt 5Geht’s los: 1&1 startet sein Mobilfunknetz

Im Sommer 2023 will 1&1 das vierte deutsche Mobilfunknetz offiziell starten. Innerhalb von zwei Jahren sollen dann Millionen von Bestandskunden "umziehen". Jetzt wurde die 5G-Technik erfolgreich getestet.
© W&V

Jetzt 5Geht’s los: 1&1 startet sein Mobilfunknetz

Bei der 5G-Versteigerung 2019 haben nicht nur die Telekom, Vodafone und O2/Telefónica Frequenzen erworben – sondern erstmals auch 1&1. Seither laufen die Vorbereitungen für den Start des vierten deutschen Mobilfunknetzes. Jetzt hat die United-Internet-Tochter in Mainz, Karlsruhe und Frankfurt erste erfolgreiche Live-Tests durchgeführt. Auf Linkedin meldet 1&1 "Top-Ergebnisse": "So haben wir Geschwindigkeiten von über 1 Gigabit pro Sekunde erzielt sowie stabile Datentransfers mit ca. 8 Terabyte pro Kunde innerhalb von 24 Stunden." Wie Golem berichtet, laufen die Tests zunächst mit "5G Fixed Wireless Access"-Zugängen. Dabei verbreitet ein WLAN-Router das 5G-Signal in Innenräumen. Im Sommer 2023 sollen dann die ersten Kunden mit 5G von 1&1 mobil surfen.

Antennen in 390 deutschen Städten

1&1 plant den Aufbau von 5G-Antennen in 390 deutschen Städten und von über 500 Rechenzentren, die ohne die Technik umstrittener Lieferanten aus China auskommen sollen. Stattdessen setzt das Unternehmen komplett auf den japanischen Spezialisten Rakuten. Die Vorgaben der Bundesnetzagentur verpflichten 1&1, bis zum Jahr 2030 mindestens 50 Prozent der Haushalte in Deutschland mit seinem 5G-Netz zu erreichen. Hier zeigt sich United-Internet-Chef Ralph Dommermuth optimistisch: "Wir werden diese Zielmarke vermutlich schon wesentlich früher schaffen."

O2 bleibt die Fallback-Lösung

1&1 versorgt bereits jetzt 11,4 Millionen Kunden in Deutschland mit Mobilfunk – bisher aber nicht mit einem eigenen Netz, sondern als "Mobile Virtual Network Operator" und sozusagen Gast in den Netzen der Konkurrenz. Ab 2023 sollen diese Kunden dann innerhalb von zwei Jahren ins eigene 5G-Netz umziehen. Als Fallback-Lösung an Orten, an denen der 1&1-Mobilfunk nicht verfügbar ist, werden die Kunden dann im Rahmen des nationalen Roaming-Vertrags automatisch ins Netz von O2/Telefónica umdirigiert. Spannend wird, wie sich der Start des vierten Netzes auf die deutschen Mobilfunkpreise auswirkt.

Das sind die Themen von TechTäglich am 16. August 2022:

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