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Tech-Sensation: Erster Laptop mit Papier-Bildschirm

Der Bildschirm von E-Book-Lesegeräten lässt sich bei jedem Licht so gut ablesen wie echtes Papier und ist enorm stromsparend. Ob die Technik auch für einen Laptop taugt? Ein US-Unternehmen probiert es aus.
© W&V

Tech-Sensation: Erster Laptop mit Papier-Bildschirm

E-Paper-Bildschirme aus so genannter elektronischer Tinte kennt man bisher vor allem von E-Book-Readern wie dem Amazon Kindle – oder von den smarten Preisschildern in modernen Supermärkten. Die Displays lassen sich selbst bei hellstem Licht so brillant, scharf und ermüdungsfrei ablesen wie echtes Papier. Und sie sind enorm stromsparend. Farben, Videos, Multimedia und Spiele sind damit aber nicht möglich. Denn neue farbige Papier-Displays sind zwar fertig entwickelt, kommen aber noch kaum zum Einsatz (W&V berichtete). Das war bisher ein K.o.-Kriterium, um auch Laptops mit E-Ink-Bildschirm zu bauen. Das US-Unternehmen Modos ändert das jetzt, mit dem ersten "Paper Laptop", der ein solches Display à la Kindle eingebaut hat.

Mit Video – aber ohne Farbe

Die Firma aus Boston will die Vorteile der elektronischen Tinte damit erstmals auch für einen Computer verfügbar machen. Denn, so die Idee: Die meisten Nutzer verwenden ihre Laptops ohnehin hauptsächlich für E-Mails, Tabellenkalkulationen, Textverarbeitung und andere textlastige Aufgaben, bei denen E-Paper seine Stärken ausspielt. Mit 60 Bildern pro Sekunde soll der augenfreundliche Bildschirm des Papier-Laptops laut Gizmodo flüssiges Surfen und sogar Videos ermöglichen – aber eben ohne Farbe. Die Entwickler sehen darin sogar einen Vorteil, weil Nutzer beim Arbeiten weniger abgelenkt werden. Für einen Marktstart des Schwarzweiß-Laptops sucht Modos jetzt 50.000 interessierte Nutzer, die sich an der Finanzierung beteiligen. In Zeiten, in denen Apples neues MacBook Air mit M2-Chip bis zu 18 Stunden Akku-Laufzeit und damit mehr als einen ganzen Arbeitstag schafft, könnte das allerdings nicht ganz einfach werden.

Das sind die Themen von TechTäglich am 16. Juni 2022:

Die Cookiekalypse hält die Branche in Atem. Besser, man hat eine gute First-Party-Data-Strategie. Wie man die entwickelt, lernst du im W&V Executive Briefing.

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Wie funktioniert eigentlich Tiktok? Einen schnellen und umfassenden Überblick gibt dir die aktuelle Ausgabe des W&V Executive Briefing zum Thema Tiktok.

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