Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Twitter: 17 Millionen Aufrufe für "unhöflichen" König Charles

Großbritanniens neuer König Charles III. lässt ein Tintenfass vom Tisch entfernen – und macht dabei in einem Twitter-Clip einen arroganten Eindruck. Twitter empört sich, aber offenbar war die Geschichte ganz anders.
© W&V

Twitter: 17 Millionen Aufrufe für "unhöflichen" König Charles

Twitter hat am Wochenende wieder getan, was es gerne tut – es hat sich nach Kräften empört, über ein aus dem Zusammenhang gerissenes Video. Diesmal ging es um die offizielle Ausrufung und Vereidigung von König Charles III., dem Nachfolger der am Donnerstag verstorbenen Queen (W&V-Reaktionen). Ein Clip, der zeigt, wie Charles ein auf dem Tisch störendes Tintenfass mit einer offenbar hochnäsigen Geste entfernen lässt, kommt mittlerweile auf rund 17 Millionen Aufrufe. Ein User, der sich nur "j" nennt und der das Video online gestellt hat, schreibt dazu: "Stellt Euch vor, Ihr sollt jemanden respektieren, der einen anderen Menschen auf diese Weise behandelt."

"Mir tut nur Camilla leid…"

Die Twitter-Empörung ist groß. So heißt es in den Kommentaren: "An dem Tag, nach dem meine Mutter starb, war ich immer noch in der Lage, respektvoll mit Menschen umzugehen." Oder auch: "Mir tut nur Camilla leid, die verlegen schaut." Andere Nutzer haben mehr Verständnis: "Kumpel, er ist 73. Er hat erst vor zwei Tagen seine Mutter verloren und muss sich vor die ganze Welt setzen, um etwas zu unterschreiben! Ich könnte nicht mal das Haus verlassen, wenn ich es wäre. Lass ihn in Ruhe!" Auch dafür gibt es immerhin 23.000 Likes.

So war das mit dem Tintenfass

Dass die Geschichte vom unhöflichen und pampigen neuen König nicht ganz so empörenswert war, beschreibt die Süddeutsche Zeitung: "Charles hat sich lange vorbereitet auf diesen Moment, selbst im Fernsehen meint man, plötzlich jene würdevolle Ausstrahlung des Amtes zu erkennen, die ihm als Prinz noch nicht unbedingt eigen war. Nur die beiden Tintenfässer, die auf dem Tisch drapiert waren, störten. Charles schob die Fässer, als er die riesigen Dokumente zu unterzeichnen hatte, von der einen zur anderen Seite, danach stellte der neue Thronfolger William die Fässer einfach auf die Dokumente, ein Diener stellte sie wieder zurück an ihren ursprünglichen Platz. Als Charles erneut zum Signieren an der Reihe war, bat er den Diener gestikulierend und flüsternd, die Fässer bitte zu entfernen. Auf Twitter gibt es nun ein Video-Schnipsel, in dem Charles' Handbewegung zu sehen ist, die ohne Vorgeschichte wirkt, als sei er sich zu fein, ein Tintenfass zu berühren. Jede seiner Bewegungen und Gesten wird registriert und interpretiert, als König noch mehr als zuvor als Prinz."

Das sind die Themen von TechTäglich am 12. September 2022:

Die Cookiekalypse hält die Branche in Atem. Besser, man hat eine gute First-Party-Data-Strategie. Wie man die entwickelt, lernst du im W&V Executive Briefing.

Kennst du eigentlich schon unser KI-Update? Einmal pro Woche die wichtigsten Veränderungen zu KI im Marketing. Einordnung, Strategie, News, direkt in dein Postfach

Wie funktioniert eigentlich Tiktok? Einen schnellen und umfassenden Überblick gibt dir die aktuelle Ausgabe des W&V Executive Briefing zum Thema Tiktok.

Neueste Beiträge

Interview
WuV Community Icon Darum landen viele Agenturen beim KI-Rollout im Chaos
KI-Tools gehören inzwischen zum Agenturalltag. Trotzdem bleibt der Produktivitätsschub oft aus. Tobias Hagenau erklärt, warum kulturelle und technische Hürden den KI-Rollout bremsen.
8 Minuten
14. Jul 2026
Brand Diagnostics
WuV Community Icon Warum das Döner Croissant von Lidl so wahnsinnig erfolgreich war
Seit einem Jahr setzt Lidl mit einem eigenen Team auf das Thema Talkability und will damit im Gespräch der relevanten Community sein. Ob das gelingt und wie der Discounter das misst, haben die Verantwortlichen auf der CMCX in Köln verraten.
4 Minuten
14. Jul 2026
Halleluja Sauna
WuV Community Icon Wie drei Brüder ihre Schreinerei zur Millionenmarke machten
Aus einer Schreinerei mit 500.000 Euro Umsatz bauten drei Brüder die bekannte Saunamarke „Halleluja“. Im W&V-Interview erklärt Geschäftsführer Simon Bauer, wie Werbung, Vertrieb und KI das Wachstum antreiben.
9 Minuten
14. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Audioproduktionen
WuV Community Icon Warum KI-Stimmen jetzt in den Deepfake-Check müssen
Ab August verlangt der EU AI Act mehr Transparenz bei Deepfakes und bestimmten KI-generierten Inhalten. RMS-CEO Stefan Mölling erklärt im W&V-Interview, was das für KI-Stimmen in Audiospots bedeutet.
9 Minuten
TechTäglich
Apple: Das sind die Pläne für 2023
Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit den Apple-Plänen 2023 und dem Besten zum Fest für die Kategorie "Fitness und Gesundheit".
4 Minuten
24. Nov 2022
Prozesschaos
WuV Community Icon Wie schlechte Prozesse das Marketing ausbremsen
Eine Allgeier-inovar-Studie zeigt, wie teuer ineffiziente Abläufe werden: Jeder dritte Beschäftigte verliert rechnerisch bis zu 28 Arbeitstage im Jahr. Im Interview erklärt Marketingleiter Boris Wöhlecke, warum KI allein daran wenig ändert.
8 Minuten
22. Jun 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige