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Ukraine: Russische Beute-Traktoren per Software stillgelegt

Ziemlich clever: Der US-Landmaschinen-Hersteller John Deere hat per Fernwartung Traktoren und andere Gerätschaften stillgelegt, die russische Soldaten in der Ukraine erbeutet haben.
© W&V

Ukraine: Russische Beute-Traktoren per Software stillgelegt

Auf ihrem Raubzug durch die Ukraine haben russische Soldaten bei einem Händler in der Stadt Melitopol 27 Landmaschinen im Wert von rund fünf Millionen Dollar erbeutet. Die gestohlene Ausrüstung mit Traktoren, Erntemaschinen und einer Sämaschine wurde dann laut CNN nach Russland und Tschetschenien verfrachtet, um sie dort zu benutzen. Hier haben die Invasoren aber die Rechnung ohne den US-Hersteller John Deere gemacht, dessen Maschinen betroffen waren. Die Amerikaner haben jetzt per Fernwartung alle gestohlenen Geräte stillgelegt, die sich nun nicht einmal mehr starten lassen. Hier zahlt sich aus, dass John Deere in seinen Landmaschinen eine sehr restriktive digitale Rechteverwaltung (DRM) installiert hat.

Hoffnung auf die Traktor-Hacker

Ursprünglich hatte es in Branchenkreisen große Proteste gegen das DRM gegeben, das Landwirte offenbar daran hindern soll, Traktoren und andere Gerätschaften von John Deere selbst zu warten und zu reparieren. Nach Russlands Überfall auf die Ukraine zahlen sich die Maßnahmen jetzt aber aus. John Deere hat per GPS den Weg der Ausrüstung verfolgt, die teilweise mehr als 1.100 Kilometer weit entfernt in Tschetschenien gelandet ist – und die Maschinen abgeschaltet. Einzige Hoffnung der Diebe sind jetzt Software-Hacks, die auch US-Farmer schon verwendet haben, um sich vom DRM von John Deere zu befreien. Bei den Programmen sitzen die Russen direkt an der Quelle. Sie sollen aus osteuropäischen Untergrund-Foren stammen. Notfalls dürften die Diebe die Maschinen demontieren, um mit den Ersatzteilen Geld zu verdienen.

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