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Ankerkraut-Gründer rufen nach Nestlé-Deal zur Mäßigung auf

Hass im Netz, Abkehr von der Marke: Der Firma Ankerkraut bläst nach dem unerwarteten Verkauf an Nestlé ein heftiger Wind entgegen. Die beiden Gründer Anne und Stefan Lemcke rufen jetzt zur Mäßigung auf.
© W&V

Während sich die Webgemeinde (mehr oder weniger berechtigt) über den umstrittenen Verkauf des Gewürzunternehmens Ankerkraut an Nestlé empört, haben die Ankerkraut-Gründer Anne und Stefan Lemcke Kritiker in sozialen Medien zur Mäßigung aufgerufen.  

"Wir stehen als Marke von Beginn an für eine ganz besondere Kundennähe und einen engen Austausch mit unseren Fans", sagte das Gründerpaar am Donnerstag der Deutschen Presse-Agenur. Deshalb verschließe sich Ankerkraut auch jetzt nicht der Debatte. "Was wir nicht akzeptieren, sind Hass im Netz und Beleidigungen der Menschen, die bei Ankerkraut arbeiten", betonten beide. Sie räumten ein, dass die vor allem über die sozialen Medien verbreitete Kritik nicht spurlos an ihnen und den Beschäftigten vorbeigehe. 

Ankerkraut soll eigenständig bleiben 

Die beiden Gründer sagten gegenüber dpa, sie seien fest entschlossen zu beweisen, "dass wir es ernst meinen, wenn wir sagen: Ankerkraut bleibt Ankerkraut, wir werden weiterhin als eigenständiges Unternehmen tätig sein". Das Gründer-Paar entschuldigte sich ausdrücklich bei erbosten Kooperationspartnern. "Es tut uns aufrichtig leid, dass wir sie nicht im Vorfeld informieren konnten und sie von der Nachricht überrascht wurden." 

Unterstützung kam vom "Höhle der Löwen"-Juror und Investor Frank Thelen, der damals Ankerkraut unter seine Fittiche genommen hatte. "Wow, wer hätte das bei Eurem DHDL Auftritt gedacht?!? Jetzt seid Ihr selber Löwen und gewinnt mit Ankerkraut Nestlé als Partner", gratulierte er auf Facebook. Die Liebe für das Produkt, die Passion das Team und eine starke Kommunikation hätten Ankerherz zu einem der erfolgreichsten Food-Startups gemacht. "Wir sagen an dieser Stelle Danke, Respekt und wünschen weiterhin viel Erfolg." (dpa/st)

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