Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Ankerkraut-Gründer rufen nach Nestlé-Deal zur Mäßigung auf

Hass im Netz, Abkehr von der Marke: Der Firma Ankerkraut bläst nach dem unerwarteten Verkauf an Nestlé ein heftiger Wind entgegen. Die beiden Gründer Anne und Stefan Lemcke rufen jetzt zur Mäßigung auf.
© W&V

Während sich die Webgemeinde (mehr oder weniger berechtigt) über den umstrittenen Verkauf des Gewürzunternehmens Ankerkraut an Nestlé empört, haben die Ankerkraut-Gründer Anne und Stefan Lemcke Kritiker in sozialen Medien zur Mäßigung aufgerufen.  

"Wir stehen als Marke von Beginn an für eine ganz besondere Kundennähe und einen engen Austausch mit unseren Fans", sagte das Gründerpaar am Donnerstag der Deutschen Presse-Agenur. Deshalb verschließe sich Ankerkraut auch jetzt nicht der Debatte. "Was wir nicht akzeptieren, sind Hass im Netz und Beleidigungen der Menschen, die bei Ankerkraut arbeiten", betonten beide. Sie räumten ein, dass die vor allem über die sozialen Medien verbreitete Kritik nicht spurlos an ihnen und den Beschäftigten vorbeigehe. 

Ankerkraut soll eigenständig bleiben 

Die beiden Gründer sagten gegenüber dpa, sie seien fest entschlossen zu beweisen, "dass wir es ernst meinen, wenn wir sagen: Ankerkraut bleibt Ankerkraut, wir werden weiterhin als eigenständiges Unternehmen tätig sein". Das Gründer-Paar entschuldigte sich ausdrücklich bei erbosten Kooperationspartnern. "Es tut uns aufrichtig leid, dass wir sie nicht im Vorfeld informieren konnten und sie von der Nachricht überrascht wurden." 

Unterstützung kam vom "Höhle der Löwen"-Juror und Investor Frank Thelen, der damals Ankerkraut unter seine Fittiche genommen hatte. "Wow, wer hätte das bei Eurem DHDL Auftritt gedacht?!? Jetzt seid Ihr selber Löwen und gewinnt mit Ankerkraut Nestlé als Partner", gratulierte er auf Facebook. Die Liebe für das Produkt, die Passion das Team und eine starke Kommunikation hätten Ankerherz zu einem der erfolgreichsten Food-Startups gemacht. "Wir sagen an dieser Stelle Danke, Respekt und wünschen weiterhin viel Erfolg." (dpa/st)

Neueste Beiträge

Gaming-Marketing
WuV Community Icon Nicht Sponsor, sondern Teil des Spiels: Wie Das Handwerk Fortnite nutzt
Nach mehr als 350.000 Twitch-Zuschauern für sein Minecraft-Projekt und über 10.000 Android-Downloads für eine eigene App geht Das Handwerk nun auf Fortnite. Mike Schleiermacher von CarlNann erklärt, wann Marken im Gaming relevant werden und warum Reichweite und Spielzeit noch keinen Kommunikationserfolg belegen.
7 Minuten
28. Aug 2026
Qualität ≠ Wirkung
WuV Community Icon Wie Premiuminventar heute Wirkung beweisen kann
Premium-Publisher leben von dem Versprechen, mehr zu bieten als bloße Reichweite. Für Werbetreibende zählt heute aber insbesondere, ob sich dieser Qualitätsanspruch auch in Aufmerksamkeit, Markenwirkung und Performance-Daten niederschlägt. Im Interview erklärt Maik Rogge, COO & stellvertretender Geschäftsführer iq digital, wie sich journalistische Umfelder messen lassen, welche Publisher-Signale tatsächlich hilfreich sind und wo Programmatic, Contextual Targeting und KI an die Grenzen der Qualitätsversprechen stoßen. 
6 Minuten
Sleep-Tech-Marketing
WuV Community Icon 3.600 Euro, Abo, kein Store: Eight Sleeps Wette auf Deutschland
Deutschland ist für Eight Sleep nach eigenen Angaben der wichtigste Markt in Kontinentaleuropa. Das US-Unternehmen setzt hierzulande auf Podcasts, Spitzensport und eine Software, die möglichst unauffällig im Hintergrund arbeitet. Wie die Strategie funktioniert und was unabhängige Forschung über die Wirkung sagt.
10 Minuten
28. Aug 2026

Das könnte dich auch interessieren

Gastbeitrag
WuV Community Icon Warum deutsche Brands Polen unterschätzen – und was das über internationale Markenführung verrät
Maik Politowski, Co-Founder und CEO von Keys4Media, erklärt im Gastbeitrag, warum Polen kein verlängerter DACH-Markt ist und was Brands daraus für internationale Markenführung lernen können.
7 Minuten
Interview
WuV Community Icon Ulrich Klenke: "Wer Marke nur als Summe seiner Produkte begreift, denkt zu kurz"
Die Telekom ist erneut auf Platz eins beim BrandZ-Ranking. Wir sprachen mit Ulrich Klenke, Chief Brand Officer der Deutschen Telekom, was er aus der Analyse mitnimmt, welche Marken ihn positiv überraschen – und wie man eine Marke aus dem Tal führt.
9 Minuten
12. Mär 2026
Live vom W&V-Summit
WuV Community Icon Die Zukunft des Marketings entscheidet sich nicht am Tool
Sechs Kurzvorträge, sechs Perspektiven, ein gemeinsamer Befund: Das Marketing von morgen wird nicht allein durch KI, Daten und Automatisierung geprägt. Entscheidend wird, ob Unternehmen wieder mutiger innovieren, Marken strategisch führen und Verantwortung neu verteilen.
6 Minuten
12. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige