Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Galeria-Chef: Sortimente in den Filialen sollen "lokaler" werden

Nach dem Ende des Insolvenzverfahrens arbeitet der neue Galeria-Chef Olivier van den Bossche nun am Umbau des Unternehmens. Eine Änderung dürfte das Sortiment betreffen, das sich künftig stärker am Standort orientieren soll.
© W&V

Nach dem Willen des neuen Galeria-Chefs Olivier van den Bossche sollen die Filialen des Warenhauskonzerns beim Sortiment deutlich mehr auf lokale Besonderheiten eingehen. Der Manager versprach "viel mehr Lokalität" in den Angeboten der Galeria-Häuser, wie er dem Fachmedium "Textilwirtschaft" (Freitag) sagte. In Orten mit hoher Kaufkraft wie Bad Homburg "müssen wir keine großen Shops von Esprit oder Tim Tailor haben. Da können wir sogar Paul&Shark verkaufen", so van den Bossche. Paul&Shark ist eine hochpreisige Modemarke. Auch an Plätzen wie München-Schwabing habe das Unternehmen mit höherwertigen Marken "ein Riesenpotenzial".

In anderen Filialen wie Köln-Nippes dagegen müsse sich das Markenangebot eher an junge Familien mit durchschnittlichem Einkommen anpassen. "Wir werden noch sehr viel stärker dahin kommen, solche Unterschiede zwischen unseren Filialen zu machen, um von den lokalen Gegebenheiten zu profitieren", sagte van den Bossche, der zwischen 2014 und 2017 Chef von Galeria Kaufhof in Köln war. Inzwischen sind Kaufhof und Karstadt unter dem Dach der österreichischen Signa zu Galeria vereinigt.

Zahlreiche Filialen geschlossen

Galeria hat ein Insolvenzverfahren durchlaufen, in dessen Folge zahlreiche Filialen des Essener Warenhauskonzerns schließen müssen. Von zuvor 129 Häusern sollen rund 90 übrig bleiben. Tausende Stellen fallen weg. Ein ähnliches Verfahren hatte Deutschlands einziger bundesweit tätiger Warenhauskonzern bereits 2020 durchlaufen.

Der Warenhaus-Chef zeigte sich optimistisch, künftig mehr Top-Marken aus der Mode anbieten zu können: "Ich kann noch keine Namen nennen, aber wir haben bereits gehobene Marken davon überzeugt, zu Galeria zu kommen. Auch solche, die vorher bereits fünfmal "nein" gesagt haben." (dpa)

Neueste Beiträge

Agentic Commerce
WuV Community Icon KI im Handel: Warum Kunden die Kontrolle nicht abgeben
Mehr als jeder zweite Deutsche nutzt KI beim Online-Shopping, doch nur sechs Prozent würden ihr den Kauf überlassen. Das zeigt eine aktuelle Deloitte-Studie. Für Händler beginnt der Wettbewerb um Vertrauen deshalb lange vor dem Checkout.
6 Minuten
14. Jul 2026
Interview
WuV Community Icon Darum landen viele Agenturen beim KI-Rollout im Chaos
KI-Tools gehören inzwischen zum Agenturalltag. Trotzdem bleibt der Produktivitätsschub oft aus. Tobias Hagenau erklärt, warum kulturelle und technische Hürden den KI-Rollout bremsen.
8 Minuten
14. Jul 2026
Brand Diagnostics
WuV Community Icon Warum das Döner Croissant von Lidl so wahnsinnig erfolgreich war
Seit einem Jahr setzt Lidl mit einem eigenen Team auf das Thema Talkability und will damit im Gespräch der relevanten Community sein. Ob das gelingt und wie der Discounter das misst, haben die Verantwortlichen auf der CMCX in Köln verraten.
4 Minuten
14. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Gastbeitrag
WuV Community Icon Warum deutsche Brands Polen unterschätzen – und was das über internationale Markenführung verrät
Maik Politowski, Co-Founder und CEO von Keys4Media, erklärt im Gastbeitrag, warum Polen kein verlängerter DACH-Markt ist und was Brands daraus für internationale Markenführung lernen können.
7 Minuten
Eigenmarken
WuV Community Icon Kaufland: Warum Parkside und Co. den Herstellermarken gefährlich werden
Kaufland ersetzt eigene Non-Food-Marken durch bekannte Lidl-Labels. Im Gespräch erklärt Ralf Wiens, Mitglied der Geschäftsleitung Einkauf Nonfood bei Kaufland, wie die Schwarz Gruppe Reichweite, Fläche und Markenaufbau neu bündelt und welche Folgen das fürs Regal hat.
9 Minuten
29. Jun 2026
Rolf räumt auf
WuV Community Icon Cannes wird irrelevant
Das Straucheln von Volkswagen und BMW ist erst der Anfang. Der Wettbewerb findet nicht mehr zwischen Automarken statt, sondern zwischen Betriebssystemen, sagt Jochen Sengpiehl: Optimierung versus Geschwindigkeit. Eine Bestandsaufnahme aus Marketing-Sicht – insbesondere zu Sichtbarkeit und Kreativität.
4 Minuten
13. Jul 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige