Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

H&M startet sein Second-Hand-Modell in Deutschland

Immer mehr Onlineshops und Marken wie H&M beginnen das Potenzial der Reseller-Märkte zu erkennen. Doch es geht auch um Nachhaltigkeit und Zirkularität.
© W&V

Weniger Kleidungsstücke wegwerfen: Ausgerechnet H&M, eine der größten Fast-Fashion-Brands springt nun auf den Reseller-Zug auf und bietet in seinem Online-Shop ab sofort Second-Hand-Mode an. "H&M Pre-loved" heißt das Konzept, das im Heimatland Schweden bereits getestet wurde und nach Angaben des Unternehmens großen Anklang gefunden hat.

Deutschland ist nach Schweden also nun der zweite Markt, in dem das Reseller-Modell eingeführt wird. Neben den altbekannten Kategorien findet sich auf der Webseite nun auch der Bereich "Second Hand". Unter dem Button "Das ist Pre-Loved" wird die neue Shopping-Möglichkeit erklärt. Das Pre-loved-Angebot enthält dabei nicht nur Kleidungsstücke von H&M und seinen Subbrands wie Weekday, Monki oder Arket, sondern auch unternehmensfremde Modelabels. Kuratiert werden die Stücke von dem Partnerunternehmen Sellpy. Im Gegensatz zu vielen anderen Resell-Plattformen, die eher auf Designer- und Vintage-Kleidung spezialisiert sind, findet sich hier also auch ganz normale Kleidung. H&M belohnt Mitglieder des Memberclubs beim Kauf von "schon einmal geliebten" Teilen außerdem mit Conscious-Punkten und versendet sie kostenlos. 

Mehr Zugänglichkeit durch große Plattformen

Nun gut, was ist davon zu halten? Um fair zu sein, bemüht sich der Textilhersteller schon seit einiger Zeit mit verschiedenen Neueinführungen um eine nachhaltigere Wertschöpfungskette und mehr Zirkularität, wie etwa mit der Initiative Conscious-Choice oder der Möglichkeit, Outfits zu mieten. Außerdem bestehen nach eigenen Angaben bereits 80 Prozent der Produkte aus recycelten oder nachhaltiger gewonnenen Materialien. So auch die jüngst gelaunchten Linien "Move" und "Studio".

Dass so ein Riese wie die schwedische Kette nun Second-Hand-Mode anbietet gibt dem Thema eine ganz andere Zugänglichkeit, urteilt das Mode-Magazin Glamour. Da außerdem die Consciouspunkte beim nächsten Shopping eingelöst werden sei es "quasi ein Belohnungssystem für Second-Hand-Shopping, das sich wirklich an alle richtet." Nicht ganz, denn bisher gibt es Pre-loved sowohl in Deutschland als auch in Schweden nur für Frauen und Kinder, nicht jedoch für Männer, Babies oder die Home-Kollektionen.

Neueste Beiträge

Halleluja Sauna
WuV Community Icon Wie drei Brüder ihre Schreinerei zur Millionenmarke machten
Aus einer Schreinerei mit 500.000 Euro Umsatz bauten drei Brüder die bekannte Saunamarke „Halleluja“. Im W&V-Interview erklärt Geschäftsführer Simon Bauer, wie Werbung, Vertrieb und KI das Wachstum antreiben.
9 Minuten
14. Jul 2026
Brand Diagnostics
WuV Community Icon Warum das Döner Croissant von Lidl so wahnsinnig erfolgreich war
Seit einem Jahr setzt Lidl mit einem eigenen Team auf das Thema Talkability und will damit im Gespräch der relevanten Community sein. Ob das gelingt und wie der Discounter das misst, haben die Verantwortlichen auf der CMCX in Köln verraten.
4 Minuten
14. Jul 2026
Agentic Commerce
WuV Community Icon KI im Handel: Warum Kunden die Kontrolle nicht abgeben
Mehr als jeder zweite Deutsche nutzt KI beim Online-Shopping, doch nur sechs Prozent würden ihr den Kauf überlassen. Das zeigt eine aktuelle Deloitte-Studie. Für Händler beginnt der Wettbewerb um Vertrauen deshalb lange vor dem Checkout.
6 Minuten
14. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Gastbeitrag
WuV Community Icon Warum deutsche Brands Polen unterschätzen – und was das über internationale Markenführung verrät
Maik Politowski, Co-Founder und CEO von Keys4Media, erklärt im Gastbeitrag, warum Polen kein verlängerter DACH-Markt ist und was Brands daraus für internationale Markenführung lernen können.
7 Minuten
Eigenmarken
WuV Community Icon Kaufland: Warum Parkside und Co. den Herstellermarken gefährlich werden
Kaufland ersetzt eigene Non-Food-Marken durch bekannte Lidl-Labels. Im Gespräch erklärt Ralf Wiens, Mitglied der Geschäftsleitung Einkauf Nonfood bei Kaufland, wie die Schwarz Gruppe Reichweite, Fläche und Markenaufbau neu bündelt und welche Folgen das fürs Regal hat.
9 Minuten
29. Jun 2026
Rolf räumt auf
WuV Community Icon Cannes wird irrelevant
Das Straucheln von Volkswagen und BMW ist erst der Anfang. Der Wettbewerb findet nicht mehr zwischen Automarken statt, sondern zwischen Betriebssystemen, sagt Jochen Sengpiehl: Optimierung versus Geschwindigkeit. Eine Bestandsaufnahme aus Marketing-Sicht – insbesondere zu Sichtbarkeit und Kreativität.
4 Minuten
13. Jul 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige