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Lesedauer 3 Min.

VanMoof 2.0: Formel-1-Boss bringt Kult-Fahrradmarke zurück

Der niederländische E-Bike-Pionier VanMoof erlitt 2023 quasi einen Platten an beiden Rädern. Die Kultmarke ging pleite, die Ersatzteilversorgung brach zusammen. Nun kehrt VanMoof zurück, mit Hilfe aus der Formel 1.
© W&V

Das Jahr 2023 verlief dramatisch für den niederländischen E-Bike-Pionier VanMoof. Die Brüder Taco und Ties Carlier, Gründer der Kultmarke, überstanden den Corona-Einbruch nicht. Im Juli musste VanMoof Konkurs anmelden (W&V berichtete). Ende August wurde das Unternehmen vom britischen Elektronikspezialisten McLaren Applied übernommen. Das Schlimmste für die Fans und Fahrer von VanMoof-Bikes: Das Händlernetz brach ebenso zusammen wie die Versorgung mit den sehr speziellen Ersatzteilen, die es praktisch von keinem anderen Hersteller gibt. Zahllose E-Bikes der Niederländer dürften schon jetzt nicht mehr fahrtüchtig sein. Doch nun gibt es gute Nachrichten: Die Marke kehrt zurück, quasi als VanMoof 2.0.

Mehr als nur E-Bikes

Hinter dem Comeback, über das The Verge ausführlich berichtet, stehen McLaren Applied und dessen Mobility-Tochter Lavoie, die dieses Jahr mit dem "Series 1" schon einen sehr spannenden und innovativen E-Scooter gestartet hat. Er soll 2024 als VanMoof-Variante erscheinen und die Firma über den E-Bike-Bereich hinaus positionieren, als Anbieter verschiedener Mobility-Lösungen.

Fahrräder statt Formel 1

Einer der Köpfe hinter der Rückkehr ist Nick Fry, Chairman von McLaren Applied. Der Brite hat als Formel-1-Manager und CEO mit Brawn GP und Mercedes AMG mehrere WM-Titel gewonnen – und ist jetzt mit VanMoof etwas gemächlicher unterwegs als früher seine Rennautos. "Unser erstes Ziel ist es jetzt, die Fahrerinnen und Fahrer auf der Straße zu halten", kündigt Elliot Wertheimer an, Co-CEO von Lavoie. Deshalb soll die Ersatzteilversorgung schnell wieder hochgefahren werden. 100 Mitarbeiter hat das Unternehmen bereits zurückgeholt, neue Bikes sollen ab dem zweiten Halbjahr 2024 wieder verkauft werden.

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