27. Jul 2026
Lesedauer 6 Min.
Brand Phishing
Weshalb Betrüger immer mehr auf LinkedIn setzen
Microsoft bleibt die am häufigsten imitierte Marke bei Phishing-Angriffen. LinkedIn holt kräftig auf, ChatGPT schafft es erstmals in die Top Ten. Für CMOs steckt in dem Ranking eine wichtige Erkenntnis: Was eine Marke glaubwürdig macht, lässt sich auch gegen sie verwenden.
Ein bekanntes Logo, die vertrauten Farben und eine Nachricht, die nach alltäglicher Kundenkommunikation klingt: Die Zahlung sei fehlgeschlagen, das Konto müsse überprüft oder eine Software dringend aktualisiert werden. Wer den Absender zu kennen glaubt, prüft häufig weniger genau.
Auf diesem Prinzip beruht Brand Phishing. Kriminelle übernehmen die Gestaltung und den Ton etablierter Unternehmen, um Zugangsdaten, Zahlungsinformationen oder persönliche Daten abzugreifen. Sie profitieren von einer Vorleistung, in die Marken über Jahre investiert haben: Wiedererkennbarkeit und Vertrauen.