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Lesedauer 11 Min.

WuV Community Icon Jetzt bewerben sich die Hochschulen

Durch die Rückkehr zu G9 fehlen den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen 2026 Zehntausende potenzielle Studienanfänger. Mathias Klement, CEO der Lernplattform Studyflix, erklärt im W&V-Interview, wie Hochschulen junge Menschen erreichen, weshalb die Studienwahl regionaler wird und was die Einrichtungen vom Employer Branding lernen können.
Mathias Klement

Mathias Klement ist CEO von Studyflix

© Studyflix

Lange mussten sich vor allem junge Menschen bei Hochschulen bewerben. Im Wintersemester 2026/27 kehren sich die Verhältnisse zumindest teilweise um: Universitäten und Fachhochschulen werben verstärkt um Schulabsolventen und überdenken dafür ihre Ansprache, ihre Kanäle und ihre Positionierung.

Besonders deutlich wird das in Nordrhein-Westfalen. Wegen der Rückkehr vom acht- zum neunjährigen Gymnasium machen dort 2026 nur etwa 30.000 junge Menschen Abitur; gewöhnlich sind es rund 70.000. Die Hochschulen des Landes erwarten deshalb einmalig etwa 19 Prozent weniger Erstsemester. Einige Einrichtungen haben bereits Zulassungsgrenzen gesenkt oder den Numerus clausus in einzelnen Fächern abgeschafft. Auch das ZDF berichtete zum fehlenden Abiturjahrgang in Nordrhein-Westfalen.
 

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