Vom Superassistenten zur Werbeplattform: Wie OpenAI ChatGPT weiter entwickelt
Wer ChatGPT um Hilfe bei der Planung des nächsten Urlaubs bittet, bekommt seit Ende August womöglich mehr als eine Antwort. Unter dem Text kann eine Anzeige stehen – etwa von einem Reiseanbieter. Seit dem Sommer vermarktet OpenAI ChatGPT auch in Deutschland als Werbeumfeld. Erste Ergebnisse zeigen großes Potenzial, gerade bei der Neukundengewinnung, so etwa Criteo-Manager Marc Fischli.
Für Marken ist das ein neuer Kontaktpunkt in einem Moment hoher Kaufabsicht. Für OpenAI ist es eine Gratwanderung. Fast eine Milliarde Menschen nutzen ChatGPT jede Woche als Ratgeber. Zweifeln sie an der Neutralität der Antworten, leidet die Marke.
Und die ist inzwischen viel wert. In der Kantar BrandZ Global Top 100 verzeichnete ChatGPT 2026 mit einem Plus von 285 Prozent den höchsten prozentualen Markenwertzuwachs. Der Name wird bereits als Synonym für Künstliche Intelligenz verwendet, so wie Tempo für Taschentücher.
Elke Karskens, Head of International Marketing bei OpenAI, erklärt im Interview, wie sie Werbung und Vertrauen zusammenbringen will, warum es für Werbung in ChatGPT noch keine KPIs gibt und was KI im Marketing nicht ersetzen kann.