Ein anderer Punkt sind die Verdienstmöglichkeiten, von Frauen-Fußballteams, die immer noch weit unter denen der männlichen Kollegen liegen. Dabei war das Niveau des Fußballs noch nie so hoch wie heute - mit Investitionen, Medienberichterstattung und Zuschauerzahlen auf Rekordniveau und mehr Frauen und Mädchen als je zuvor, die sich im Breitenfußball engagieren.

Es gibt noch viel zu tun

"Diese Erfolge dürfen nicht übersehen oder geschmälert werden", so die Londoner Agentur. "Dennoch dürfen wir uns nicht im Glanze des Erreichten sonnen, sondern immer weiter streben. Mehr berufliche Möglichkeiten für Frauen im Fußball, mehr Investitionen und Zugang auf allen Ebenen des Sports und mehr Sichtbarkeit durch die Medienberichterstattung", heißt es weiter. Aus diesem Grund lautet die eindringliche Hauptbotschaft des Films "Never settle, never done." Es gibt noch viel zu tun. Immerhin in den USA konnten die Spielerinnen im Mai 2022 per Klage gleiche Bezahlung und Boni erwirken

So kämpft beispielsweise Protagonistin Ada Hegerberg weiterhin unermüdlich für Gleichberechtigung. In Barcelona sorgen Organisationen wie Street Football x Barcelona und The Women's Soccer School Barcelona dafür, dass Sportlerinnen aller Niveaus gefördert werden. In London bietet die Level7Academy der ehemaligen Profifußballerin Mollie Kmita Vollzeit-College-Programme für über 400 Sportstudent:innen an. In der Zwischenzeit hat der Grenfell Athletic FC in Zusammenarbeit mit Nike im Jahr 2021 eine Frauenabteilung gegründet, die in diesem Jahr ihre ersten Pflichtspiele bestreiten wird.

Nike hat in der Vergangenheit selber Sportlerinnen diskriminiert - und daraus gelernt

Während Nike für seine Haltungs- und Diversity-Kampagnen bekannt ist, stand der Sportartikelhersteller 2019 selber wegen ungleicher Bezahlung von weiblichen und männlichen Athlet:innen in der Kritik. Auslöser war der Protest mehrerer bekannter Markentestimonials, unter anderem der damals schwangeren Allyson Felix. Das Unternehmen passte seine Vertragsbedingungen daraufhin an.


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Autor: Marina Rößer

hat lange in einem Start-Up gearbeitet, selbst eines gegründet und schreibt für W&V derzeit als Digital Nomad von überall aus der Welt. Sie liebt alles Digitale, gestaltet, fotografiert und kocht aber auch gerne.