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Lesedauer 4 Min.

Breaking Beta: Diese Apps zerschrotten Apple-Geräte

Heute in TechTäglich: Millionen Apple-User freuen sich auf die nächste große Betriebsversion der Software für iPhone und iPad. Doch iOS 16 und dazu iPadOS 16 sind derzeit noch in Beta 1. Und das ist gefährlich, wie eine neue App-Liste zeigt.
© W&V

Alle warten auf das neue iOS 16. "Ab Herbst" steht Apples neues Betriebssystem für iPhone und iPad für alle Nutzer bereit: Editieren von iMessage, Widgets im Sperrbildschirm, Stage Manager für verbessertes Multitasking auf dem Tablet (iPadOS 16), Live-Text für Fotos und viele hunderte neue Funktionen wird Apple in die neue Fassung integrieren.

iOS 16 ist seit der letzten Woche in der Beta-Phase. Beta 1 wurde direkt nach dem Event an interessierte Entwickler verteilt, damit die Developer rechtzeitig mit der Anpassung ihrer Apps beginnen können, sodass sie im Herbst fehlerlos laufen.

Das Problem: Viele Neugierige warten nicht mal auf die erste öffentliche Beta, die im Juli kommen soll. Sie besorgen sich die Beta 1 von dubiosen Seiten im Netz oder von Entwicklern, die gegen Bares gern mal Interessierte in ihren Entwickler-Account aufnehmen und als Mitarbeiter ausgeben. So können Fremde die Beta laden.

Eine Warnung von W&V: Dies ist alles illegal und verstößt gegen Apples App-Store-Regelungen. Entwickler droht sogar der App-Store-Rauswurf, wenn solche Account-Aktivitäten von Apple entdeckt werden.

Das noch größere Probleme für die vielen illegalen Nutzer der Beta 1: Man sollte sie nie auf einem Hauptgerät, das täglich in Benutzung ist, aufspielen. Betas fressen massiv Akku, es gibt noch diverse kleine Bugs. Und ganz wichtig: Nicht alle Apps, die unter dem aktuellen iOS 15.5 laufen, funktionieren unter der Beta 1 von iOS 16.

Das geht aus einer Liste hervor, die Entwickler auf Google Docs zusammengetragen haben. Jeder kann mit einem Formular die Info darüber einreichen, ob eine bekannte App kompatibel mit iOS 16 ist oder nicht. Und siehe da: Eine der beliebtesten deutschen Apps, die Sparkassen-App, läuft nicht unter Beta 1 von iOS 16, was Bankgeschäfte für Privatpersonen und Firmen über die Anwendung unmöglich macht.

Breaking Bad, Breaking Beta…

Auch diese bekannten und sehr beliebten Apps können – neben der Sparkassen-App, der Sparkasse S-Push Tan-App und Star Money – dafür sorgen, dass dein Apple-Gerät mit iOS 16 Beta 1 crasht, zerschrotet oder eingefroren wird: 

  • Camo
  • CreditOne
  • Deezer
  • DKB TAN2Go
  • Dragon ball Z Dokkan: Battle
  • Esso
  • FirstDirect
  • GuitarTuna
  • Harmony
  • Headspace
  • Home Widget
  • HSBC
  • HYPO Mein ELBA-App
  • Libre 2
  • Life Cycle
  • MileIQ
  • Peloton
  • Quora
  • Regal
  • SalesForce
  • SwiftKeyboard

Es fällt auf, dass außer den genannten Apps vor allem Banking-Apps mit "No" vermerkt sind, was die Kompatibilität angeht. Schon 2021 haben sich die Entwickler, versteckt im Starfinanz-Hausblog, nämlich schon zum Thema "Betas laufen nicht" zu Wort gemeldet. So wird klar, warum die Sparkassen-App auch mit Beta 1 von iOS 16 noch nicht funktioniert. Man setzt bei Entwickler Starfinanz auf ein Extra-Schutzschild (genauer "Promon Security"), sodass die App bei einem derart neuen Betriebssystem wie iOS 16 erst einmal diverse Sicherheitsprüfungen durchlaufen muss, bevor sie smooth funktioniert. Die Entwickler schreiben:

"Sobald neue iOS- oder Android-Beta-Versionen verfügbar sind, führt Promon umfangreiche Tests durch und passt den Schutzschild ggf. an. Aufgrund der zahlreichen Software-Anpassungen, die in der Beta-Phase regelhaft stattfinden, wird der Schutzschild nur für offizielle Versionen zur Verfügung gestellt."

Also Obacht: Beta 1 verdient naturgemäß keine Note "1" – und wenn du auch nur eine der oben genannten Apps häufig nutzt, solltest du die Finger von illegalen Vorabversionen lassen.

Das sind die Themen in TechTäglich vom 20. Juni:

Breaking Beta: Diese Apps zerschroten Apple-Geräte

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