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LG schafft die Kinoleinwand ab

Projektor und Kinoleinwand waren gestern. LG will Kinosäle mit bis zu 101 Quadratmeter großen LED-Fernsehern in XXL-Wohnzimmer verwandeln. Die Technik braucht weniger Platz, was dem Sitzplatzangebot zugutekommt.
© W&V

LG schafft die Kinoleinwand ab

Dass sich Kinos im Streaming-Zeitalter neu erfinden müssen, steht außer Frage. Kleinere Häuser und Säle mit besonders bequemen Sesseln und Bewirtung sind hier eine Strategie. Für solche Erlebnis-Kinos bietet LG nun eine clevere Lösung. Die Koreaner wollen hier den klassischen Kinoprojektor samt Leinwand abschaffen und durch LED-Bildschirme ersetzen, wie sie auch im Wohnzimmer-Fernseher stecken – nur viel größer. Dafür hat LG seine neuen Miraclass-Displays vorgestellt, deren Name sich aus "Miracle" und "Class" zusammensetzt, aus "Wunder" und "Klasse". Für Kinobetreiber sollen sie tatsächlich Wunder wirken. Denn die XXL-Cinema-Fernseher sind technisch weniger aufwändig zu betreuen als klassische Projektoren und sparen vor allem Platz. Das kommt dem Sitzplatzangebot zugute.

Bis zu 101 Quadratmeter groß

Die neuen Kino-Bildschirme gibt es in 2K, 4K und in drei verschiedenen Größen mit 14, 55 und 101 Quadratmetern – was sich bei Abmessungen von 14,10 x 7,20 Meter dann schon für größere Säle eignet. Zur klassischen Kino-Leinwand im Multiplex mit knapp 180 Quadratmetern bleibt aber immer noch ein Respektabstand. LG verspricht eine hellere und gleichmäßigere Darstellung als mit dem gewohnten Projektor, die für ein ganz neues "immersives" Kinoerlebnis sorgen soll. Preise nennen die Koreaner nicht. Aber erste Kinos in Asien, Nordamerika und Europa setzen die Bildschirme bereits ein, darunter die Odeon-Lichtspielhäuser in Spanien.

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