Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

E-Sport wird olympisch: So blamiert sich das IOC

Der E-Sport soll künftig zumindest im Vorfeld von Olympischen Spielen seinen Platz haben. Doch mit seiner Spieleauswahl blamiert sich das IOC. Denn die Verantwortlichen setzen auf Schach statt auf Counter-Strike.
© W&V

E-Sport wird olympisch: So blamiert sich das IOC

Offizielle Olympia-Medaillen für E-Sportler wird es zwar auch 2024 bei den Sommerspielen in Paris noch nicht geben. Aber das Internationale Olympische Komitee (IOC) pirscht sich langsam an den PlayStation-Sport heran. Um jüngere Fans für Olympia zu begeistern, findet dieses Jahr vom 22. bis 25. Juni in Singapur eine vom IOC abgesegnete "Olympic E-Sports Week" statt. Ein ähnliches Event ist dann auch im Vorfeld von Olympia 2024 geplant. Mit der Spieleauswahl zeigen die meisten älteren Olympierinnen und Olympier jetzt aber, dass sie vom virtuellen Sport weit entfernt sind. Denn E-Sport-Hits wie "Counter-Strike", "Dota 2" oder "League of Legends", die weltweit millionenfach gezockt werden, haben es nicht ins Programm für Singapur geschafft – womöglich, weil den Verantwortlichen dabei zu viel Gewalt im Spiel ist.

Das IOC ignoriert den etablierten E-Sport

Der eSport-Bund Deutschland (ESBD) kritisiert: "Die Auswahl der Disziplinen zeigt ganz klar, dass die überwältigende Mehrheit des etablierten E-Sports bewusst ignoriert wird." Und weiter: "Wir finden es gut, dass das IOC sich für E-Sport interessiert. Besser fänden wir es, wenn auch der mehrheitlich praktizierte E-Sport einen Platz finden würde."

Schach als olympischer E-Sport

Einige der ausgewählten Spiele wie "Gran Turismo 7" für Rennsport oder "Zwift" für Radsport auf echten Hometrainern haben es zwar zurecht ins Programm geschafft. Aber Fehlgriffe wie das biedere "Just Dance" fürs Tanzen, Bogenschießen mit der Mobile App "Tic Tac Bow", Baseball mit dem comicartigen "WBSC E-Baseball Power Pros" und sogar Schach sorgen für jede Menge Spott und Kritik. Die Sportschau berichtet, dass IOC-Präsident Thomas Bach die Einbindung von Videospielen ins olympische Programm skeptisch sieht.

Das sind die Themen von TechTäglich am 3. März 2023:

Neueste Beiträge

Vermarktung
WuV Community Icon ChatGPT wird zum Werbemedium: Was jetzt auf Marken zukommt
Ab sofort wird ChatGPT auch in Deutschland zum Werbemedium. Für Marken könnte damit ein neuer Kanal zwischen Search, Retail Media und Social entstehen. Aber: Wie viel Werbung verträgt der Chat, ohne seine Glaubwürdigkeit zu verlieren? 
4 Minuten
24. Aug 2026
Personalie
WuV Community Icon Warum BBDO seine Kreation schon wieder umbaut
Mit Ina Behrendt bekommt BBDO eine neue Chief Creative Officer. Sie soll die Kreation in der Agentur neu ordnen und wieder sichtbarer machen. Ihr Job beginnt zum 1. September.
4 Minuten
24. Aug 2026
Markenmessung in KI-Systemen
WuV Community Icon Wer nur zählt, wie oft seine Marke vorkommt, versteht GEO noch nicht
ChatGPT, Claude, Perplexity – sie alle bewerten täglich über Millionen Brands. Ohne Rücksicht auf aktuelle Kampagnen. „Wer nicht misst, was KI-Modelle über seine Marke erzählen, überlässt seine Reputation dem Zufall“, sagt Dr. Iris Heilmann, GWA-Vorständin und Geschäftsführerin von palmerhargreaves. Im Interview erklärt sie, warum eine Nennung in KI-Antworten noch keine Aussage über den Wert einer Marke ist.
7 Minuten
24. Aug 2026

Das könnte dich auch interessieren

Anzeige
Vom digitalen Schaufenster zum AI Sales Consultant: Wie KI die Website neu definiert
Warum Marken und Agenturen Websites jetzt vom Content-Kanal zum intelligenten Beratungsraum weiterentwickeln müssen.
7 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige