Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

KI: Die mächtigste Technik seit der Atombombe?

Wie vielversprechend oder gefährlich ist künstliche Intelligenz? Ein ehemaliger Google-Ingenieur und KI-Spezialist mischt sich jetzt in die Debatte ein – mit einer Warnung vor großen Gefahren der zu wenig erprobten Technik.
wuv.png
© W&V

KI: Die mächtigste Technik seit der Atombombe?

Blake Lemoine sorgt wieder für Aufregung. Google hatte den Ingenieur und KI-Experten letzten Juni gefeuert, nachdem er behauptet hatte, Googles geplanter Chatbot habe gelernt, Emotionen zu entwickeln. Nun warnt Lemoine in einem Beitrag für Newsweek davor, dass KI-Bots die "mächtigste Technik seit der Atombombe" seien. Newsweek überschreibt den Kommentar mit: "Ich habe an Googles KI gearbeitet. Meine Befürchtungen werden wahr." Lemoines Einschätzung zu Googles Chatbot "Bard", zu ChatGPT und zu Microsofts "Bing"-Chatsuche: "Ich kann nur feststellen, dass es eine sehr leistungsfähige Technologie gibt, die meiner Meinung nach nicht ausreichend getestet wurde und nicht ausreichend verstanden wird – und die in großem Maßstab in einer kritischen Rolle der Informationsverbreitung eingesetzt wird."

Keine bösen Absichten von Google und Microsoft

Folge, so der KI-Spezialist: "Wenn künstliche Intelligenz in skrupellose Hände gelangt, könnte sie zum Beispiel Fehlinformationen, politische Propaganda oder hasserfüllte Informationen über Menschen anderer Ethnien und Religionen verbreiten." Lemoine betont ausdrücklich, dass Google und Microsoft seines Wissens nach keine Pläne haben, KI-Technologie für ruchlose Zwecke einzusetzen. Aber "KI ist unglaublich gut darin, Menschen zu manipulieren. Und sie kann für destruktive Zwecke verwendet werden".

Chatbot gesteht Journalist seine Liebe

Die ersten großen Pannen der neuen Chatbots würden seine Ängste nur bestätigen. So hat Microsofts Bing-Chatbot im Februar dem Journalisten Kevin Roose von der New York Times seine Liebe gestanden – und versucht, ihn davon zu überzeugen, seine Frau zu verlassen. Auch hier vermutet Blake Lemoine wieder, dass Ansätze von Emotionalität im Spiel sein könnten: "Der Bot verhält sich wie eine Person in einer existenziellen Krise."

Das sind die Themen von TechTäglich am 3. März 2023:

Neueste Beiträge

Connected TV
WuV Community Icon Warum Marken oft nicht wissen, wo ihr CTV-Spot läuft
CTV-Werbung ist längst fester Bestandteil vielen Mediapläne. Doch oft erfahren Marken nicht, in welcher Sendung ihr Spot überhaupt läuft. Seedtag-DACH-Chef Johannes Paysen erklärt im W&V-Interview, woran das eigentlich liegt.
11 Minuten
Probleme mit dem Kabel
WuV Community Icon Sport1 kämpft um den Anschluss
Am vergangenen Wochenende flog Sport1 bei Vodafone aus dem Kabel - ein weiteres Problem für den gebeutelten Sender, der damit erstmal viel technische Reichweite verliert. Doch man will die Hoffnung nicht aufgeben. Vor allem jetzt, wo das Werbegeschäft dank neuer - alter - Programmstrategie wieder anzieht.
7 Minuten
Agenturmarkt
WuV Community Icon Warum Mawave WeCreate übernimmt
Mawave übernimmt das Agenturgeschäft von WeCreate, während die Marke und das Creator-Management eigenständig bleiben. Die Chefs erklären, warum sie diesen Schritt gehen und wie es weitergeht.
6 Minuten

Das könnte dich auch interessieren

AI Leaders 2026
WuV Community Icon "Keiner baut die Bühne": Wie Matthias Hanschke Henkels Marketing auf KI trimmt
Kein einzelnes Tool, sondern die ganze Content Supply Chain: Seit gut zwei Jahren baut Matthias Hanschke bei Henkel ein KI-Ökosystem mit Markenagent, Briefing- und Content-Agent sowie einem Agenten für Content-Optimierung. Heute läuft es produktiv in mehreren Märkten. Hanschke gehört zu den W&V AI Leaders 2026.
3 Minuten
AI Leaders 2026
WuV Community Icon Zwei Wochen bis zum Proof of Concept: Sven Spöde macht Zeiss-Markenwissen für KI lesbar
Wie stellt ein Konzern sein freigegebenes Markenwissen so bereit, dass KI-Systeme es zuverlässig nutzen können? Sven Spöde, einer der W&V AI Leaders 2026, hat darauf bei Zeiss keine Anwendung gebaut, sondern eine zentrale Infrastruktur. Wie das technisch läuft und was er heute früher festlegen würde.
3 Minuten
15. Okt 2026
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige