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Food-Blogger-Skandal um Weißen Hai

In China hat eine Food-Bloggerin eine saftige Geldstrafe kassiert. Auf der Tiktok-ähnlichen Plattform Douyin sorgte sie für einen Skandal. Was sie mit einem vom Aussterben bedrohten Tier vor laufenden Kameras trieb.
© W&V

Dieser Vorfall ist kein Hai-Light: In China gibt es einen Skandal um eine Food-Bloggerin. "Tizi" muss nach dem Verzehr eines Weißen Hais fast 20.000 Dollar Strafe, umgerechnet 21.000 Euro, blechen. Erst kochte die Frau, die eigentlich Jin heißt, das Tier "in einer würzigen Brühe". Dann verspeiste sie Teile des zwei Meter langen Hais vor laufender Kamera auf dem Tiktok-ähnlichen Portal Douyin. Die Bloggerin ist nicht schuldbewusst. Sie habe den Weißen Hai legal auf einer Alibaba-Shoppingseite für umgerechnet 1200 Euro kaufen können: "Er mag bösartig aussehen, aber sein Fleisch ist wirklich sehr zart", wird sie von Gizmodo zitiert.

Nicht der erste Skandal um Tizi/Jin: Sie futterte vor laufenden Kameras u. a. auch schon Krokodile. Den Fans gefällt es, sie zählt 7,8 Millionen Follower. Und sie bleibt dabei: Der Hai sei "in Gefangenschaft gezüchtet" worden und "essbar". Chinesische Medien sprechen aber von einer Art Schwarzmarkt, auf dem Tierkadaver gehandelt werden. Diese Plattformen würden auch den Transport organisieren. Tizi/Jin lebt nicht am Meer, sondern 1100 Kilometer im Landesinneren. Offenbar hat die chinesische Polizei ihren Lieferanten schon identifiziert und verhaftet. Weiße Haie gelten in China als "schützenswerte Wildtiere". Der Transport, der Kauf und der Weiterverkauf sind untersagt. Bei mehrfachen Verstößen drohen Beteiligten bis zu zehn Jahre Haft. Weltweit gelten Haie laut WWF als "stark vom Aussterben bedroht".

Das sind die Themen in TechTäglich am 31. Januar 2023:

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