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Google: KI-Fehlstart, Aktie stürzt um 100 Milliarden Dollar ab

Google hat Beobachter mit seinen neuesten KI-Ankündigungen enttäuscht. Und dann machte auch noch der künftige Google-Chatbot "Bard" einen fatalen Fehler und schickte die Aktie von Mutterkonzern Alphabet auf Talfahrt.
© W&V

Google: KI-Fehlstart, Aktie stürzt um 100 Milliarden Dollar ab

Es läuft nicht ideal für Google in Sachen künstliche Intelligenz. Am Dienstag hat Microsoft dem bisherigen Platzhirschen in Sachen Internetsuche mit dem Start seiner KI-betriebenen Suchmaschine "New Bing" die Show gestohlen (W&V berichtete). Und nun hat Googles eigener Chatroboter "Bard" einen fatalen Fehlstart hingelegt. Denn das Präsentationsvideo des US-Konzerns, in dem der noch nicht ganz serienreife "Barde" vorgestellt wurde, enthielt einen schweren fachlichen Fehler. Nachdem Reuters die Fehlinformation entdeckt und publiziert hatte, stürzte die Aktie von Google-Mutterkonzern Alphabet um über 9 Prozent oder rund 100 Milliarden Dollar ab. Damit bestrafte der Markt die – nicht ganz neue – Erkenntnis, dass auf die Informationen von ChatGPT, Bard, New Bing & Co. noch längst nicht Verlass ist.

Fehlinformation in Sachen Weltraumforschung

In dem Video wurde Bard gefragt: "Von welchen neuen Entdeckungen des James-Webb-Weltraumteleskops kann ich meinem 9-Jährigen erzählen?" In der Antwort der künstlichen (Un)intelligenz hieß es unter anderem, dass mit dem Teleskop die allerersten Bilder eines Planeten außerhalb des Sonnensystems der Erde aufgenommen wurden. Das ist aber falsch, denn solche Bilder lieferte bereits 2004 erstmals die europäische Südsternwarte in Chile. Das hat laut Guardian auch die Nasa bestätigt. Dass der Google-KI in einem millionenfach geklickten Präsentationsvideo solch ein Fehler unterläuft, stärkt nicht das Vertrauen in die Technik des Barden.

Googles KI-Neuheiten beeindrucken nicht

"Das unterstreicht die Bedeutung eines strengen Testprozesses, den wir diese Woche mit unserem Trusted-Tester-Programm einleiten", versuchte ein Google-Sprecher zu beschwichtigen. Der US-Konzern hat in einer Präsentation am Mittwochabend keine wesentlichen Neuheiten zur Integration von Bard in seine Suchmaschine bekanntgegeben. Stattdessen waren lediglich einige KI-Neuheiten zu sehen, die Google in den nächsten Monaten in seine diversen Werkzeuge integrieren will – darunter eine "Multi-Suche", die Texte und Bilder in einer Suchanfrage kombiniert. Beobachter reagierten enttäuscht, was der Spiegel so zusammenfasst: "Microsoft bittet zum Tanz, Google bleibt schüchtern."

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