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KI: Die mächtigste Technik seit der Atombombe?

Wie vielversprechend oder gefährlich ist künstliche Intelligenz? Ein ehemaliger Google-Ingenieur und KI-Spezialist mischt sich jetzt in die Debatte ein – mit einer Warnung vor großen Gefahren der zu wenig erprobten Technik.
© W&V

KI: Die mächtigste Technik seit der Atombombe?

Blake Lemoine sorgt wieder für Aufregung. Google hatte den Ingenieur und KI-Experten letzten Juni gefeuert, nachdem er behauptet hatte, Googles geplanter Chatbot habe gelernt, Emotionen zu entwickeln. Nun warnt Lemoine in einem Beitrag für Newsweek davor, dass KI-Bots die "mächtigste Technik seit der Atombombe" seien. Newsweek überschreibt den Kommentar mit: "Ich habe an Googles KI gearbeitet. Meine Befürchtungen werden wahr." Lemoines Einschätzung zu Googles Chatbot "Bard", zu ChatGPT und zu Microsofts "Bing"-Chatsuche: "Ich kann nur feststellen, dass es eine sehr leistungsfähige Technologie gibt, die meiner Meinung nach nicht ausreichend getestet wurde und nicht ausreichend verstanden wird – und die in großem Maßstab in einer kritischen Rolle der Informationsverbreitung eingesetzt wird."

Keine bösen Absichten von Google und Microsoft

Folge, so der KI-Spezialist: "Wenn künstliche Intelligenz in skrupellose Hände gelangt, könnte sie zum Beispiel Fehlinformationen, politische Propaganda oder hasserfüllte Informationen über Menschen anderer Ethnien und Religionen verbreiten." Lemoine betont ausdrücklich, dass Google und Microsoft seines Wissens nach keine Pläne haben, KI-Technologie für ruchlose Zwecke einzusetzen. Aber "KI ist unglaublich gut darin, Menschen zu manipulieren. Und sie kann für destruktive Zwecke verwendet werden".

Chatbot gesteht Journalist seine Liebe

Die ersten großen Pannen der neuen Chatbots würden seine Ängste nur bestätigen. So hat Microsofts Bing-Chatbot im Februar dem Journalisten Kevin Roose von der New York Times seine Liebe gestanden – und versucht, ihn davon zu überzeugen, seine Frau zu verlassen. Auch hier vermutet Blake Lemoine wieder, dass Ansätze von Emotionalität im Spiel sein könnten: "Der Bot verhält sich wie eine Person in einer existenziellen Krise."

Das sind die Themen von TechTäglich am 3. März 2023:

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