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Michael Jackson: Fan kämpft gegen Fake-Songs bei Spotify

Eine Michael-Jackson-Anhängerin nimmt es mit dem Konzern Sony und der Erbengemeinschaft des Künstlers vor Gericht auf. Der Streit entzündet sich an Songs des Albums "Michael", das 2010 erst posthum erschienen ist.
© W&V

Beat it! Die Streamingdienste sagen Fake-Inhalten den Kampf an – und Michael Jackson steht in vorderster Linie. Drei Titel, die angeblich von dem 2009 verstorbenen Superstar stammen, haben Spotify, Apple Music, Deezer und Co. entfernt, wie die BBC berichtet. Die Songs Monster, Keep your head up und Breaking news soll Jackson gar nicht selbst gesungen haben, obwohl sie auf dem Album "Michael", das 2010 posthum auf den Markt kam, zu finden sind. 

Kurios: Erst Vera Serova, ein weiblicher Fan, hatte die Klage vor Gericht eingereicht. Sie sorgte dafür, dass die Songs nicht mehr angehört werden können. Ihr Vorwurf: Der Sänger sei nicht Jackson. Vielmehr hätten Sessionmusiker hier am Mikro gestanden. Es handele sich um "künstlerischen Betrug".

 

Die Rechteinhaber (Sony Music und die Erben von Jackson) haben sich nun entschlossen, die Titel vorerst zurückzuziehen. Dies sei "die einfachste und beste Art, das Thema hinter sich zu lassen". Die anderen Musikstücke des Albums bleiben weiterhin verfügbar: "Es sollte nichts in diese Aktion hineininterpretiert werden, was die Authentizität der Tracks betrifft."

Sieht Michaels Schwester La Toya anders: "Das klingt nicht nach ihm." Und Neffe Taryll ergänzt: "Ich habe so sehr versucht, diesen Irrsinn zu verhindern, aber sie wollten nicht zuhören."

Schon 2011 hatte sich ein US-Sänger namens Jason Malachi auf Facebook gemeldet und gesagt, er habe die drei Songs performt. Auch deshalb hat Vera Serova den Obersten Gerichtshof von Kalifornien ersucht, die Klage gegen Sony trotz der Beschwichtigung und des Entfernens der Songs wieder aufzunehmen.

Das sind die Themen in TechTäglich am 12.7.2022:

Apple: Preis-Schock bei neuen iPhones und nächster Watch?

Kunden-Wut bei Sony: Gekaufte Filme werden gelöscht

WhatsApp löst heftige Reaktionen aus

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