Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Content, Customer Service, Commerce: Wo KI den größten Hebel hat

Was kann KI im Commerce effektiv leisten? W&V Connect brachte vier Branchen-Insider auf die Bühne, um Klartext zu sprechen. Sie untermauern bei W&V Connect, wie KI für sie vom Tool zum wirksamen Umsatz-Booster geworden ist – praxisnah und messbar.
Bei W&V Connect ging es um die Frage, wie KI im Commerce echten Mehrwert schafft – von Effizienz über Kundenservice bis zur Umsatzsteigerung. Darüber haben wir (v.l.) mit Robert Weißgraeber (AX Semantics), Thorsten Schliesche (Grüüün), Miriam Fonfe (MediamarktSaturn) und Hendrik Reuter (Olymp) diskutiert.
Bei W&V Connect ging es um die Frage, wie KI im Commerce echten Mehrwert schafft – von Effizienz über Kundenservice bis zur Umsatzsteigerung. Darüber haben wir (v.l.) mit Robert Weißgraeber (AX Semantics), Thorsten Schliesche (Grüüün), Miriam Fonfe (MediamarktSaturn) und Hendrik Reuter (Olymp) diskutiert.
© Unternehmen/W&V

Vier Köpfe, vier Branchen, ein Thema: Wie künstliche Intelligenz den Handel voranbringt – wenn man sie richtig einsetzt. Bei der ersten Ausgabe von W&V Connect am 2. Juli drehte sich alles um Commerce x KI. Live diskutierten vier Expert:innen aus der Praxis, was wirklich funktioniert – und was nicht.

Mit dabei:

  • Miriam Fonfe, Head of Marketing Mediamarkt-Saturn
  • Hendrik Reuter, E-Commerce-Chef Olymp
  • Thorsten Schliesche, Geschäftsführer Grüüün
  • Robert Weißgraeber, Co-CEO AX Semantics

Moderiert wurde das Panel von W&V-Redakteur Jochen Fuchs, gehostet wird W&V Connect von Christiane Treckmann von der W&V-Redaktion, die auch für die inhaltliche Ausrichtung verantwortlich ist.

Hier eine Zusammenfassung, worüber wir mit unseren Gästen diskutiert haben. Und falls du den Termin verpasst hast: W&V Connect zu "Commerce x KI" steht dir hier jederzeit on demand zur Verfügung.

Sandbox statt PowerPoint: Wie Mediamarkt-Saturn KI-Kompetenz aufbaut

Bei Mediamarkt-Saturn geht es nicht nur um neue Tools, sondern um eine neue Haltung im Unternehmen. „Ich ermutige meine Mitarbeiter vor allem, Spaß an der Sache zu haben und es einfach auszuprobieren“, betonte Miriam Fonfe. Dafür gibt es eine sichere KI-Spielwiese („Sandy“), in der Mitarbeitende ohne Risiko testen können. On top: eine interne GPT-basierte KI, die mit unternehmensspezifischen Daten auf dem SharePoint arbeitet.

Und bringt das was? Ja – nicht nur „Social-Media-Pläne gehen jetzt einiges schneller“, sondern auch NPS und Mitarbeiterzufriedenheit steigen durch gezielten KI-Einsatz. „Wir erwarten mittlerweile, dass Standardaufgaben mit KI erledigt werden“, so Miriam.

100.000 Kunden mit 5 Leuten: Wie Grüüün Strom KI maximal skaliert

Dass KI auch kleinen Teams zu großen Erfolgen verhelfen kann, zeigte Thorsten Schliesche eindrucksvoll: Sein junges Unternehmen, der Ende 2024 gestartete Stromanbieter Grüüün, wuchs in nur drei Monaten auf 100.000 Kunden – mit einem Team von lediglich fünf Leuten.

Wie das ging? KI half bei Strompreisprognosen, bei der intelligenten Sortierung von Kundenanfragen und bei der automatisierten Ausspielung passender Marketinginhalte. Besonders beeindruckend: „Im Januar hatten wir 12.000 Kundenanfragen pro Tag. Mit KI konnten wir das Servicevolumen innerhalb kürzester Zeit wieder normalisieren.“

Von der Produktbeschreibung zum Umsatztreiber: Wie Content performt

„Den mittelmäßigen Text kann sich Google selbst schreiben“, sagt Robert Weißgraeber von AX Semantics. Seine Plattform hilft Unternehmen wie H&M oder babyartikel.de, automatisiert hochwertige Inhalte zu generieren, die messbar Umsatz bringen. Der Case H&M: Automatisierte Produktlistenseiten brachten 408 Millionen Pfund Mehrumsatz in vier Jahren.

Roberts Credo: „Nicht nur generieren – auch messen!“ Erfolgsmetriken wie Retourenquote, Click-Through-Rate oder Sichtbarkeit müssen mitgedacht und in den Content zurückgespielt werden.

Agenten mit Mehrwert: Olymps KI-Strategie zwischen Forecast und Kundenservice

Hendrik Reuter von Olymp denkt KI nicht nur in Content, sondern auch in Agentenlogiken. Im Fokus: Predictive Merchandising und Customer Service Automatisierung. Sein Ziel: „Weg von repetitiven Aufgaben, hin zu mehr Netto-Umsatz – zum Beispiel durch geringere Retourenquoten.“

Dabei setzt Olymp auf Partner wie Salesforce, um schneller produktive Agenten aufzubauen. Trotzdem gilt: „Verstehen heißt immer auch selbst ausprobieren.“ Denn: Nur wer die Mechanik selbst testet, erkennt echte Business-Potenziale.

Und wie geht’s weiter? 

Das Feedback auf W&V Connect war durchweg positiv – und wir sitzen bereits an den nächsten Ausgaben:
Schon jetzt könnt ihr euch kostenfrei für die nächsten Ausgaben anmelden:

  • W&V Connect am 10. September: CTV – Connected TV für Markenmacher (digital und on demand)
  • W&V Connect am 4. November: Rethinking Marketing Leadership (vor Ort in Berlin, u.a. mit den W&V Top U33)
  • W&V Connect am 2. Dezember: KI im Marketing – mit dabei u.a. BMW und Nestlé (digital und on demand)
W&V Connect
© W&V

Save the Date bei W&V Connect

Für alle Termine kannst du dich bereits jetzt kostenfrei anmelden. 

Infos und Anmeldung

Neueste Beiträge

Brand Diagnostics
WuV Community Icon Warum das Döner Croissant von Lidl so wahnsinnig erfolgreich war
Seit einem Jahr setzt Lidl mit einem eigenen Team auf das Thema Talkability und will damit im Gespräch der relevanten Community sein. Ob das gelingt und wie der Discounter das misst, haben die Verantwortlichen auf der CMCX in Köln verraten.
4 Minuten
14. Jul 2026
Agentic Commerce
WuV Community Icon KI im Handel: Warum Kunden die Kontrolle nicht abgeben
Mehr als jeder zweite Deutsche nutzt KI beim Online-Shopping, doch nur sechs Prozent würden ihr den Kauf überlassen. Das zeigt eine aktuelle Deloitte-Studie. Für Händler beginnt der Wettbewerb um Vertrauen deshalb lange vor dem Checkout.
6 Minuten
14. Jul 2026
Interview
WuV Community Icon Darum landen viele Agenturen beim KI-Rollout im Chaos
KI-Tools gehören inzwischen zum Agenturalltag. Trotzdem bleibt der Produktivitätsschub oft aus. Tobias Hagenau erklärt, warum kulturelle und technische Hürden den KI-Rollout bremsen.
8 Minuten
14. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Gastbeitrag
WuV Community Icon Warum deutsche Brands Polen unterschätzen – und was das über internationale Markenführung verrät
Maik Politowski, Co-Founder und CEO von Keys4Media, erklärt im Gastbeitrag, warum Polen kein verlängerter DACH-Markt ist und was Brands daraus für internationale Markenführung lernen können.
7 Minuten
Eigenmarken
WuV Community Icon Kaufland: Warum Parkside und Co. den Herstellermarken gefährlich werden
Kaufland ersetzt eigene Non-Food-Marken durch bekannte Lidl-Labels. Im Gespräch erklärt Ralf Wiens, Mitglied der Geschäftsleitung Einkauf Nonfood bei Kaufland, wie die Schwarz Gruppe Reichweite, Fläche und Markenaufbau neu bündelt und welche Folgen das fürs Regal hat.
9 Minuten
29. Jun 2026
Rolf räumt auf
WuV Community Icon Cannes wird irrelevant
Das Straucheln von Volkswagen und BMW ist erst der Anfang. Der Wettbewerb findet nicht mehr zwischen Automarken statt, sondern zwischen Betriebssystemen, sagt Jochen Sengpiehl: Optimierung versus Geschwindigkeit. Eine Bestandsaufnahme aus Marketing-Sicht – insbesondere zu Sichtbarkeit und Kreativität.
4 Minuten
13. Jul 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige