Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

So ersetzt Playmobil Plastik in seinen Spielfiguren

Die neue Playmobil-Serie Wiltopia besteht aus hauptsächlich recycelten sowie biobasierten Kunststoffen und soll Kindern das Schützenswerte an der Natur nahebringen. Die Agentur Kastner hilft bei der Vermarktung.
© W&V

Wiltopia ist die erste Produktreihe von Playmobil, die aus etwa 80 Prozent aus recycelten sowie biobasierten Kunststoffen besteht. Die Entwicklung von Wiltopia folgte dabei einem Leitgedanken: Wenn man Kindern die wunderbare Welt mit ihrem Tier- und Pflanzenreich nahebringt, dann wird es der folgenden Generation hoffentlich viel leichter fallen, diese Welt auch zu beschützen. Die Figuren und Spielwelten dieser Reihe bestehen erstmals aus recycelten sowie biobasierten Kunststoffen. 

Ein großer aber notwendiger Schritt für den Spielzeughersteller, denn was bei der Herstellung der Figuren an Plastik verbraucht wird, ist immens. In Zeiten der Klimakatakrise mit Kunststoff zu werben ist nicht gerade zeitgemäß. Auch Lego will weg vom Plastik und das Grundprodukt neu erfinden. 400 Millionen Euro soll der Konzern investieren, um bis 2030 eine Alternative zu erdölbasiertem Plastik zu finden. Auch hier setzt man auf recyceltes Material und biologische Stoffe wie Zuckerrohr, Mais, Weizen und Zellulose. Doch die Suche ist nicht so einfach und Lego ist noch nicht am Ziel. Die Farben der Legosteine aus den neuen Materialien sind nicht mehr so leuchtend, sie fühlen sich auch etwas weicher an, was nicht jedem Fan gefallen wird. Der Spielzeughersteller sucht noch nach der perfekten, nachhaltigeren Alternative für die Steine. Flexible Teile, etwa Bäume oder Büsche produziert Lego bereits aus Zuckerrohr.

Außerdem neu: Asterix und Obelix gehen für Playmobil auf Wildschweinjagd

Kindern Umweltschutz nahebringen 

Playmobil ist hier bereits einen kleinen Schritt weiter und kann eine ganze Produktreihe präsentieren. Kernmedium für die Bewerbung der neuen Serie ist das Fernsehen: So wird in zwei Spots für die neuen, umweltfreundlicheren Tierfiguren geworben.

Um seinen Kunden das Thema Nachhaltigkeit näherzubringen, produzierte Kastner für den Spielzeughersteller außerdem in Kooperation mit Nutcracker ein Erklärvideo, das kindgerecht auf die schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt eingeht. Eine Web-App ergänzt das Nachhaltigkeits-Paket der neuen Serie. Scannt man den QR-Code auf der Sammelkarte, die in der Spielzeugverpackung enthalten ist, erhält man Zugriff auf ein Hörspiel, eine AR-Darstellung zum entsprechenden Tier und kann zudem rätseln sowie weitere Produkte entdecken. Diese App entwickelte Kastner in enger Abstimmung mit Playmobil zusammen mit der Digitalagentur Sensory Minds aus Offenbach.

"Diese Arbeit hat allen in der Agentur (übrigens alle Eltern!) besonders große Freude gemacht. Helden aus der eigenen Kindheit in eine nächste Phase der Marke zu führen ist etwas, dass man nicht alle Tage machen darf", sagt Stefan Schmidt, Executive Creative Director von Kastner.

Bereits bis zum Jahr 2027 will die Horst Brandstätter Unternehmensgruppe, zu der Playmobil gehört, klimaneutral sein und Emissionen vermeiden. Schon jetzt engagiert sich das Unternehmen in Off-Shore-Parks und will in den kommenden Jahren rund 50 Millionen Euro in den Klimaschutz investieren. Bis 2030 sollen die Geschäftsmodelle möglichst zirkulär sein, also Teil von geschlossenen Materialkreisläufen.

Neueste Beiträge

TikTok Brand des Monats
WuV Community Icon got2b: Ein Hair Reveal als Marketing-Masterstroke
got2b gelang im August ein Coup, der weit über klassische Creator-Kooperationen hinausging: Ausgerechnet Mark Forster lüftete für die Hair-Styling-Marke das wohl bekannteste Haar-Geheimnis Deutschlands. Warum genau diese Besetzung die Kampagne so stark machte, erklärt W&V-Kolumnist Adil Sbai.
5 Minuten
24. Sep 2026
The R Code
WuV Community Icon Was Nø Cosmetics-Gründerin Caroline Renée Kroll mit ihrer neuen Marke vorhat
Edgy, disruptiv – und anders als die anderen: Nach dem großen Erfolg der Kosmetikmarke Nø Cosmetics setzt Caroline Kroll jetzt auf Beauty, D2C und ein Markenkonzept, das eng mit ihrer eigenen Person verbunden ist. Und feierte damit schon vor dem Launch Erfolge.  
4 Minuten
24. Sep 2026
raw. by W&V - die Kolumne der Top U33
WuV Community Icon Wieso eine neue Generation von Kreativen anders arbeitet als je zuvor
Nicht weil sie jünger sind oder bessere Tools nutzen. Sondern weil sie Technologie eine Ebene früher einsetzen als alle anderen. Felix Burger, Creative Innovation Lead bei Grabarz & Partner erklärt, warum das Potenzial dieser neuen Kreativ-Generation für Agenturen und CMOs wichtiger ist als jede KI-Debatte der letzten Monate. 
6 Minuten

Das könnte dich auch interessieren

Interview
WuV Community Icon „Bezahlt wird das Ganze nicht mit Geld, sondern mit Kontrollverlust“
Zwei Millionen Views sind schnell vergessen, sagt Julius Kahleis, Mitgründer von koelnistkool und der Agentur Kranz. Im Interview erklärt er, was Talkability von reiner Reichweite unterscheidet und warum Marken sich das nicht kaufen können.
9 Minuten
Live vom W&V-Summit
WuV Community Icon Die Zukunft des Marketings entscheidet sich nicht am Tool
Sechs Kurzvorträge, sechs Perspektiven, ein gemeinsamer Befund: Das Marketing von morgen wird nicht allein durch KI, Daten und Automatisierung geprägt. Entscheidend wird, ob Unternehmen wieder mutiger innovieren, Marken strategisch führen und Verantwortung neu verteilen.
6 Minuten
12. Mär 2026
Interview
WuV Community Icon Ulrich Klenke: "Wer Marke nur als Summe seiner Produkte begreift, denkt zu kurz"
Die Telekom ist erneut auf Platz eins beim BrandZ-Ranking. Wir sprachen mit Ulrich Klenke, Chief Brand Officer der Deutschen Telekom, was er aus der Analyse mitnimmt, welche Marken ihn positiv überraschen – und wie man eine Marke aus dem Tal führt.
9 Minuten
12. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige