Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Akte Kliemann: Jetzt verliert er seinen Geschäftsführer Tom Illbruck

Nach den Betrugsvorwürfen gegen Fynn Kliemann reißen die Schlagzeilen nicht ab: Nun wirft sein Geschäftspartner und Maskenlieferant Tom Illbruck das Handtuch und bezieht auf einer eigenen Seite Stellung.
© W&V

Die Spirale um den Kliemann-Skandal dreht sich weiter: Nun tritt sein ehemaliger Geschäftspartner Tom Illbruck als Geschäftsführer des Textilunternehmens Global Tactics zurück. Dessen Corona-Masken wurden von Kliemann und Illbruck als "fair" und "in Europa produziert" verkauft, was nach Recherchen des "ZDF Magazin Royale" und dessen Moderator Jan Böhmermann nicht stimmte. Laut Böhmermann sollen die Masken nicht in Europa, sondern in Bangladesch und Vietnam produziert worden sein. Auch wurden angeblich unbrauchbare Masken an Geflüchtete gespendet.

Auf der Seite zstn.de ("zur Stellungnahme von Tom Illbruck") schreibt Tom Illbruck, er habe mit sofortiger Wirkung um die Auflösung seines Beschäftigungsverhältnisses gebeten. Nur er allein könne und werde die Verantwortung für sein damaliges Handeln und seine Entscheidungen tragen. Er gibt zu, einige Sachverhalte nicht hinterfragt und auf seine Geschäftspartner vertraut zu haben. Zudem habe er nicht transparent genug kommuniziert, heißt es. Von einigen Kommunikationsschritten habe er selbst auch erst durch das ZDF Magazin Royale erfahren. Einen absichtlichen Betrug streitet Illbruck aber ab: Aufgrund der hohen Nachfrage habe man in Asien produzieren lassen - zu fairen Preisen und Bedingungen, wie ihm ein Geschäftspartner vermittelte. Auch sei durch den falschen Schnitt der gespendeten Masken der Nutzen nicht beeinträchtigt gewesen. 

Ihm sei nicht klar gewesen, welche schwerwiegenden Folgen seine mangelhafte Kommunikation verursacht habe. Auf Instagram nimmt ihm das keiner ab:

Die Liste der Geschäftspartner:innen, die ihre Zusammenarbeit mit Kliemann beenden, wird damit immer länger. Viva con Agua pausiert den Kooperationsvertrag, ebenso wie der Energieversorger EWE, die Sanity Group, Berentzen und die Baumarktkette Toom, Sponsor von Kliemanns Heimwerker-Videos und der Whirlpool-Hersteller Nordpool.

Welche rechtlichen Möglichkeiten ein Unternehmen hat, wenn sie einen Werbepartner wieder loswerden wollen, erklärt Jurist Dominik Herzog.

Neueste Beiträge

Twilio-Befragung
WuV Community Icon Was Kunden am KI-Service schätzen und was sie daran stört
Die meisten Unternehmen glauben, ihre Kunden seien mit dem KI-Service zufrieden. Eine Twilio-Befragung fällt dagegen ernüchternder aus. Dabei schätzen Verbraucher durchaus, was die Bots ihnen schon abnehmen.
5 Minuten
12. Okt 2026
Neue Markenplattform
WuV Community Icon Was hinter Lieferandos Wechsel zum neuen Werbespruch steckt
Mit „Bleib einfach im Moment“ verändert Lieferando seinen Markenauftritt. Gegenüber W&V erklärt das Unternehmen, was aus „Hör ich da Lieferando?“ wird und wie es künftig andere Lieferungen bewirbt.
4 Minuten
12. Okt 2026
Werbung in KI-Anwendungen
WuV Community Icon Warum ChatGPT Ads für Werbetreibende noch eine Blackbox sind
Agenturchef Hans Ratzmann testet ChatGPT Ads für Kunden und für seine Agentur. Im W&V-Interview erklärt er, was ihm bei der Steuerung fehlt und welche Aufgaben gesponserte KI-Agenten künftig übernehmen könnten.
7 Minuten
12. Okt 2026

Das könnte dich auch interessieren

Anzeige
Reddit: Warum echte menschliche Perspektiven wichtiger sind denn je und was das für Marken bedeutet
KI verändert, wie Menschen suchen, vergleichen und kaufen. Doch Vertrauen in Marken, ihre Botschaften und Produkte entsteht dort, wo echte Erfahrungen geteilt werden. Communitys spielen daher eine wichtige Rolle für erfolgreiche Kampagnen.
5 Minuten
Retail Media
WuV Community Icon Flaconi macht aus Retail Media ein Performance-System
Flaconi baut Retail Media über den eigenen Shop hinaus zur Datenstrategie aus. Wie First-Party-Daten, KI-Steuerung und kanalübergreifende Aktivierung dabei zusammenspielen, erklärt Flaconis VP Retail Media Martin Hoffmann.
6 Minuten
16. Mär 2026
Social Media-Check
WuV Community Icon 22 Millionen TikTok-Impressions: Carlsen setzt auf Doppelstrategie
Booktok, Bookstagram, Community-Hype: Social Media ist für Verlage längst mehr als Begleitkommunikation. Der neue Webnetz-Check zeigt, welche Häuser das verstanden haben und warum Carlsen besonders heraussticht.
6 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige