Was früher am Regal verpuffte, wird heute auf Social Media dokumentiert, kommentiert und weitergetragen. Preissteigerungen, Shrinkflation und Qualitätszweifel werden dort zum öffentlichen Vertrauensproblem – und für Marken schnell zum realen Absatzrisiko. Jüngstes Beispiel: die Eismarke Mälzer & Fu.
Der chinesische Unterhaltungselektronik-Riese TCL, aktuell weltweit die Nummer zwei hinter Samsung, baut sein TV-Geschäft weiter aus: Zusammen mit dem Adtech-Unternehmen Affinity wird nun die Werbevermarktung in großem Stil gestartet.
Große Landmark-Installationen prägen die Wahrnehmung von DOOH. Doch laut Christian-Georg Siebke, Geschäftsführer von TV-Wartezimmer, entsteht zusätzliche Reichweite zunehmend in spezialisierten Netzwerken mit neuen Touchpoints, klaren Nutzungssituationen und wachsender programmatischer Planbarkeit.
Auf Reddit zählt nicht nur Sichtbarkeit, sondern kulturelle Passung. Für Marken geht es darum, Inhalte plattformspezifisch zu entwickeln – und Feedback, Offenheit und Community-Codes als Teil ihrer Kommunikationsstrategie zu begreifen. Dann lässt sich messbar der Brandlift steigern. Benchmark sind Lieferando, Dove und McFit.
Markenkommunikation allein erzeugt noch keinen Abverkauf. Ein Beispiel des Schokoladenherstellers Lindt zeigt, wie Storytelling, Standortdaten und Messdesign zusammenwirken können und warum Media und Kreation enger verzahnt werden müssen.
Aus Leerlauf entsteht Werbewirkung: Mit der „Interactive Intermission“ verwandeln Mediaplus und Twitch die Streaming-Pause in einen nativen Marken-Touchpoint, der komplett messbar ist. Was das Format strategisch interessant macht. Ein Gespräch über native Integration, Community-Logik und die Frage, warum ein leerer Bildschirm eine Chance sein kann.
Rubbeln, riechen, scannen: Internationale Cases von Rare Beauty bis McDonald’s zeigen, wie sich Out of Home vom Reichweitenmedium zum aktivierenden Touchpoint entwickelt. Entscheidend ist dabei nicht der Effekt allein, sondern die kluge Verzahnung mit QR, Sampling, Social Buzz oder Retail-Nähe.
Marken müssen heute mehr leisten, als gute Geschichten zu erzählen. Wer auf Social Media langfristig relevant bleiben will, braucht ein kulturelles Universum, das Community, Content und Markenidentität miteinander verbindet - wie etwa Red Bull. Eine Analyse von Lina Arnold, CEO Joli.
Datenschutz, Signalverluste und veränderte Plattformlogiken schwächen die Wirkung klassischen Targetings. Für Werbetreibende rückt damit eine andere Disziplin ins Zentrum, so Stephan Fehske, Geschäftsführer von Addfame: Creative wird zum entscheidenden Faktor für Reichweite, Aufmerksamkeit und Performance.